Schädliche Marktgerüchte Societe Generale schaltet Börsenaufsicht ein

Um den französischen Bankensektor rankten sich verschiedene Gerüchte. Der Großbank Societe Generale bescherte das einen drastischen Kurssturz. Jetzt soll die Börsenaufsicht Licht ins Dunkel bringen.
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Societe Generale in Paris. Quelle: Reuters

Societe Generale in Paris.

(Foto: Reuters)

ParisDie französische Großbank Societe Generale bittet die Börsenaufsicht AMF um Hilfe bei der Klärung von Marktgerüchten. Spekulationen über finanzielle Schwierigkeiten und eine mögliche Verstaatlichung hatten am Mittwoch zu Kurseinbrüchen geführt: Die SocGen-Aktie schloss mit einem Minus von 14,7 Prozent. Nun solle Frankreichs Börsenaufsicht den Gerüchten auf den Grund gehen, erklärte das Institut. Das Engagement in Staatsanleihen der Peripherie-Staaten der Euro-Zone sei gering, teilte die Bank weiter mit. Zudem betonte die Societe Generale erneut, man sei in der Lage, solide Unternehmensergebnisse zu erzielen. Die Monate Juli und August seien stark gewesen.

Dessen ungeachtet beherrschten verschiedne Gerüchte die Stimmung an den Märkten. Zunächst sorgte ein Bericht der „Mail on Sunday“ für Unruhe, wonach sich die SocGen in einer schwierigen Lage befindet und womöglich sogar am Abgrund steht. Laut der SocGen-Internetseite hat sich das Blatt für diese Berichterstattung entschuldigt. Eine SocGen-Sprecherin sagte lediglich: „Die Societe Generale weist alle Marktgerüchte kategorisch zurück.“

Auch Analysten konnten die Talfahrt der Anteilsscheine der französischen Geldhäuser kaum erklären. Neben den anderen Banken fielen auch die Papiere der Credit Agricole. Sie gaben mehr als elf Prozent nach. Im Sog der Frankreich-Sorgen gab der Dow an der Wall Street deutlich nach, die Aktien italienischer Banken bauten ihre Verluste aus. Die größte Privatkundenbank Italiens, Intesa Sanpaolo, ging mit Verlusten von 13,7 Prozent aus dem Handel. Unicredit fielen um mehr als neun Prozent.

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11 Kommentare zu "Schädliche Marktgerüchte: Französische Großbank schaltet Börsenaufsicht ein"

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  • Ich rate Ihnen etwas besser zu recherchieren, wie es zum Mauerfall kam. Die Bevölkerung hatte da keinen Einfluss drauf. Genau das ist es nämlich, was die Masse nicht erkennt. Es gibt keine Demonstration, die jemals was bewegt hat. Die Griechen begreifen das auch langsam, aber die Deutschen machen sich immer nur noch Sorgen um die Inflation.
    Ich schäme mich Deutscher zu sein...

  • Hans, planwirtschaftliches Wunschdenken war auch das Ende des Ostblocks;...und keiner wollte 1 Jahr vor dem Fall der Ostblockdiktatur das Ende des Systems vorraussagen. Nicht das Wunschdenken von der bornierten Politelite wird das bestimmen, sondern die geknechtete Bevoelkerung.
    .
    “You may fool all the people some of the time, you can even fool some of the people all of the time, but you cannot fool all of the people all the time.”
    Abraham Lincoln
    .

  • es gibt schon einen klaren Grund warum die franzoesisch besetzte EZB und IMF eine massive deutsche Beteiligung fordern um die PIIGS zu retten.
    Wie auch Lehman Bros, die franzoesischen Finanzinstitute versinken in dem selben Sumpf.

  • selten solch einen Blödsinn gelesen!

  • Mal wieder ein völlig unqualifizierter Kommentar.

    "die Menschen wollen keinen Wirtschaftsautokratismus von Brüssels Gnaden"
    -> Ich kann mir kaum noch das Lachen halten. Seit wann geht es nach dem Willen der "Menschen"?

    Jeder Staat in Europa hat, um Mitglied in der EU zu werden, seine Volkssouveränität aufgegeben. Kleiner Hinweis: "EU-Recht steht über nationalem Recht"! Ich möchte nicht wie der Verschwörungsspinner klingen, aber eine bessere Formulierung als "Aufwachen!" kommt mir da nicht in dem Sinn. Es ist schon erschreckend wie ungebildet die Masse ist, allen voran in Deutschland.
    Und noch was. Eurobonds wird es geben und der EURO wird bleiben.
    Ich sehe jetzt schon die Kommentare kommen, die dem System den Untergang wünschen und auf Gold schwören. Ihr solltet mal in den Reisekalender der Frau Merkel schauen (inkl. Anlass), dann werdet Ihr schnell wahrnehmen, dass sie häufig im Sinne des Euros unterwegs war, denn es gibt längst einen fixen Termin für den Zeitpunkt, ab dem Erdöl in Euro gehandelt wird, RMB direkt vom Euro getauscht werden kann und dass die Chinesen ein Vorkaufsrecht auf Eurobonds haben. Man muss nur noch dem Volk das plausibel verkaufen. Allen voran den Deutschen, denn Sozialsystem muss weg und auf EU-Niveau angepasst werden. Zwangsläufig droht auch den Deutschen das Schicksal von Frankreich, Belgien und den PIIGS.
    Achso, und zum Gold. Solange es Alternativwährungen gibt, die eine ALternative bieten, wird das Finanzsystem nicht zusammenbrechen. Und wenn eine Finanzkrise ausbricht, droht meist immer eine Deflation. Das bedeutet fallende Preise. Das gilt auch für Gold. Ich freue mich schon, wenn bald im Handelsblatt wieder das Niveau steigt, während Ihr anfangt bei Hartz4 die Straßen säubert und wie neuerdings im Nachbarland Polen in Seniorenheime aushelft.

  • Die Hedge-Fonds schlagen zurück, nachdem die Politik deren CDS Wetten hat platzen lassen ;)

    Oder was denkt ihr warum sehen wir die Börsenpanik direkt zu Beginn der Sommerpause? Das Timing des US-Downgrades war doch mit 100%iger Sicherheit abgesprochen.

    Und die Hedge-Fonds werden irgendwann wenn die Panik groß genug ist damit anfangen die ganzen Qualitätsaktien einzusammeln.

  • Hang 'Em High

  • Wir haben es mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung zu tun. Gerüchte verursachen Panik und am Ende tatsächlich den Knock out eines Systems. Dies mag man verfluchen, die Investoren tun jedoch gut daran, genau ihrem Instink zu folgen: Frankreich und seine Banken werden fallen. Sie fallen, weil die Politik störrisch an einer gescheiterten Währung festhält und damit ein Land nach dem anderen in den Abgrund reißt. Ich höre schon wieder die Verstrahlten, die nun nach noch gigantischeren Rettungsmaßnahmen rufen und Eurobonds als großes Heil beschwöre. Sie irren! Eurobonds wären der Sargnagel für ganz Europa, da Europa in seiner jetzigen Finanzstruktur völlig unsteuerbar ist. Dies zu ändern braucht Jahre und die Auflösung der nationaler Zuständigkeiten, vielleicht sogar der Demokratie. Das wird zum Glück nicht gelingen, denn die Menschen wollen keinen Wirtschaftsautokratismus von Brüssels Gnaden. Der Euro wird scheitern. Wir sollten Vorkehrungen treffen...

  • Na fein, da werden Gerüchte gestreut, und schon springen alle wie die Lemminge von den Felsen. Habe gehört, dass die Radikalislamisten eine neue Strategie entwickelt haben, den Westen in die Knie zu zwingen:
    1. Gerüchte über Systeminstabilitäten streuen, damit alle durchdrechen und von den Felsen springen.
    2. Mit kleinen, unlimitierten Verkaufspositionen neue Abwärtsspiralen auslösen.
    3. Mord und Totschlag in den Städten.
    Und was macht Rot-Grün? Rot-Grün verlangt nicht etwa eine Konsolidierung der Haushalte, sondern spielt das Lied vom Eurobond, ruft zu Lohnkämpfen und zu noch höheren Sozialabgaben und zur weiteren Aufnahme von Sozialflüchtlichen auf, damit Deutschland endgültig im Schuldenstrudel und Chaos versinkt.

  • man wittert fast schon Verschwörungen...es wird Zeit dass die Politik:

    1.) sofort solide Haushalte ohne weitere Neuschulden vorlegt. Dazu auch Steuern für Wohlhabende erhöht.
    2.) Die Finanzmärkte ENDLICH und gründlich reguliert um den schädlichen Wildwuchs zu beenden.
    3.) Ein Infrastukturinvestitionsprogramm für ganz Europa beschließt
    3.)

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