Schein-Kredite
Citigroup entlässt elf Banker bei mexikanischer Tochter

Die internen Untersuchungen bei der Bank Banamex haben laxe Kontrollen und Scheinkredite zutage gefördert: Der Mutterkonzern Citigroup zieht Konsequenzen und entlässt elf weitere Mitarbeiter, davon vier ranghohe Manager.
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New York/Mexiko-StadtDie Citigroup hat in Folge einer internen Untersuchung betrügerischer Kreditgeschäfte bei der mexikanischen Tochter Banamex elf weitere Mitarbeiter entlassen. Die Ermittlungen hätten zu laxe Kontrollen sowie Schein-Kredite zutage gefördert, hieß es am Mittwoch in einer internen Mitteilung der Bank an ihre Angestellten. Unter den Entlassenen seien vier ranghohe Manager. Im Rahmen der noch laufenden Untersuchung könnten weiteren Beschäftigten in und außerhalb Mexikos disziplinarische Maßnahmen drohen, hieß es in dem Memo weiter.

Die drittgrößte US-Bank hatte im Februar bekanntgegeben, bei der Tochter undurchsichtige Kredite im Volumen von mindestens 400 Millionen Dollar entdeckt zu haben. Daraufhin musste sie den für 2013 ausgewiesenen Gewinn um 235 Millionen Dollar stutzen. Damals feuerte sie einen Mitarbeiter, der direkt an dem Betrug beteiligt gewesen sei, wie Institutschef Michael Corbat in der Mitteilung erläuterte. Die übrigen Betroffenen hätten nicht genug unternommen, um Schaden von der Bank abzuwenden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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