Schifffahrts-Krise

NordLB erwartet keine großen Sprünge

Die Schifffahrt durchläuft gerade eine tiefe Krise - was auch diverse deutsche Banken zu spüren bekommen. Die NordLB etwa stellt sich darauf ein, dass auch 2014 „kein euphorisches Jahr werden“ wird.
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Logo der NordLB: „Wir erwarten auch im nächsten Jahr eine signifikante Vorsorge für Schiffskredite.“ Quelle: dpa

Logo der NordLB: „Wir erwarten auch im nächsten Jahr eine signifikante Vorsorge für Schiffskredite.“

(Foto: dpa)

HannoverDie NordLB stellt sich 2014 erneut auf kräftigen Gegenwind durch die Schifffahrtskrise ein. „Auch nächstes Jahr wird kein euphorisches Jahr werden“, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel am Dienstagabend bei einem Abendessen mit Journalisten in Hannover. Das mittelfristige Ziel eines Vorsteuergewinns von einer Milliarde Euro sei auch 2014 noch „weit weg“. „Wir erwarten auch im nächsten Jahr eine signifikante Vorsorge für Schiffskredite.“ 2013 geht die drittgrößte deutsche Landesbank weiter davon aus, den Vorsteuergewinn des Vorjahres von 76 Millionen Euro zu übertreffen.

Die Schifffahrt durchläuft wegen Überkapazitäten, gestiegener Treibstoffkosten und des mauen Welthandels eine tiefe Krise, was auch andere Banken wie die HSH Nordbank und die Commerzbank zu spüren bekommen. Die Aufseher nehmen deshalb die Schiffsportfolios aller Finanzinstitute genau unter die Lupe und fordern regelmäßig Daten an. Den anstehenden Bilanzcheck und den Stresstest der europäischen Aufsichtsbehörden geht die NordLB laut Dunkel „mit Respekt, aber auch mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein an“.

Zuversichtlich stimmt den Vorstandschef, dass die NordLB außerhalb der Schifffahrt gut verdient. Und auch das 17 Milliarden Euro schwere Schifffahrtsportfolio der NordLB komme bisher vergleichsweise gut durch die Krise, sagte Dunkel. Seit Beginn der Krise vor rund fünf Jahren habe die Bank in dem Bereich lediglich 250 Millionen Euro an tatsächlichen Verlusten hinnehmen müssen. Hinzu komme eine Risikovorsorge von 1,4 Milliarden Euro. Er halte es für sehr unwahrscheinlich, dass diese Summe am Ende nicht ausreiche, erklärte Dunkel.

Der Manager will zudem „schnell und zügig“ einen neuen Risikochef bekommen, da der derzeit zuständige Vorstand Johannes-Jörg Riegler nach München wechselt und dort Vorstandschef der BayernLB wird. „Ich bedaure das, aber ich verstehe es. Es ist eine herausragende, aber auch herausfordernde Aufgabe“, sagte Dunkel. „Er werde mit Riegler, den er mit seinem Spitznamen 'J.J.R' anspricht, freundschaftlich verbunden bleiben und gönne ihm den Aufstieg“, betonte der NordLB-Chef. „Ich habe ihn in den vergangenen acht Jahre noch nie so strahlen sehen.“

  • rtr
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