Schiffskredite belasten
NordLB startet mit Gewinn ins Jahr

Trotz anhaltender Belastungen im Schiffsportfolio kann die NordLB aufatmen: Die Landesbank startet zum vierten Mal in Folge mit einem Quartalsgewinn ins neue Geschäftsjahr. Das macht Vorstandschef Dunkel zuversichtlich.
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FrankfurtDie Norddeutsche Landesbank (NordLB) befreit sich immer sichtbarer aus dem Sog der internationalen Schifffahrtskrise. Der Risikopuffer, mit dem sich das Institut gegen Kreditausfälle in der darbenden Seefrachtbranche wappnet, schmolz zum Jahresstart aufs Neue spürbar ab. Hatte die NordLB im ersten Jahresviertel 2013 für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft noch 241 Millionen Euro auf die hohe Kante legen müssen, schlugen diesmal nur noch 100 Millionen Euro zu Buche. Die Summe entfällt zwar immer noch größtenteils auf den Bereich Schiffsfinanzierung, ist nun aber im Verhältnis viel kleiner.

Vorstandschef Gunter Dunkel zeigte sich mit dem Jahresstart zufrieden: „Obwohl wir weiterhin in hohem Maße Vorsorge für Risiken in der Schiffsfinanzierung bilden, konnten wir zum vierten Mal in Folge einen Quartalsgewinn verbuchen.“ Zur Begründung verwies er auf die breitgefächerten Branchen, in denen die Bank unterwegs ist. Dies verteile die Risiken und erlaube es der NordLB, „kontinuierlich Erträge zu erzielen und so die Belastungen aus der Schiffskrise mehr als auszugleichen“.

Bei den Hannoveranern sind Kreditgeschäfte für Frachter, Tanker, Containerriesen oder Industrieversorger das Hauptfeld - neben der Flugzeug-, Agrar- und Immobilienfinanzierung. Das Geldhaus hat insgesamt gut 16 Milliarden Euro ins Segment Schifffahrt gepumpt.

In den ersten drei Monaten des Jahres verbuchte die Bank vor Steuern 133 Millionen Euro Gewinn. Zum Auftaktquartal des Vorjahres hatten die hohen Risikovorsorgen das Vorsteuerergebnis noch auf minus 46 Millionen Euro in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich standen diesmal 92 Millionen Euro (1. Quartal 2013: minus 32 Millionen Euro). Damit verdiente die NordLB allein im ersten Jahresviertel mehr als im Gesamtjahr 2012, als nach Steuern 82 Millionen Euro übrig blieben.

Ihr Zinsergebnis hielt die Bank am Jahresstart trotz Niedrigzinsphase stabil (492 Millionen Euro). Die Bilanzsumme sank weiter wie geplant um 3,4 auf 197,4 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote steht nunmehr bei 11 Prozent. Sie ergibt sich im Wesentlichen aus dem eingezahlten Kapital und Rücklagen und lässt auf die Krisentauglichkeit schließen.

Dunkel warnte davor, das gute Startquartal aufs Jahr hochzurechnen. „Wichtig ist aber, dass die zentralen Größen - Ergebnis, Bilanzsumme und Eigenkapitalquoten - in die richtige Richtung zeigen.“ So dämpft der Quartalsbericht etwa die Hoffnungen auf schnelle Besserung bei den Schiffsfinanzierungen. Der Markt bleibe absehbar schwankend.

Im laufenden Jahr will die NordLB ihr Vorjahresergebnis von 161 Millionen Euro vor Steuern übertreffen. Das Ziel stehe unverändert, auch wenn die Erträge bisher „leicht hinter dem Plan“ liegen, wie im Quartalsbericht steht. Während der Zinsüberschuss und die Ergebnisse aus Risikoabsicherung und Finanzanlagen besser verliefen, blieben Optionsgeschäfte und Provisionsüberschüsse hinter dem Plan zurück.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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