Schiffskrise
DVB Bank womöglich erneut mit Verlust

Die anhaltende Schiffskrise hält die DVB Bank weiterhin in Atem. Der Transportfinanzierer könnte auch in diesem Jahr einen Verlust erleiden. Viele Reeder können ihre Schulden nicht zurückzahlen.
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FrankfurtBei der DVB Bank schwindet wegen der anhaltenden Schiffskrise die Hoffnung, 2017 einen erneuten Verlust zu vermeiden. Die Prognosen seien nicht mehr zu erreichen, teilte der Transportfinanzierer am Freitag mit. Bislang hatte die Tochter der DZ Bank unter anderem eine bereinigte Eigenkapitalrendite vor Steuern von plus drei bis minus drei Prozent vorhergesagt. Neue Ziele nannte das Institut nicht. Die Schiffsbranche leidet seit mehr als acht Jahren unter Überkapazitäten, viele Reeder können ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Erst vor wenigen Wochen war die traditionsreiche Hamburger Reederei Rickmers in die Insolvenz geschlittert.

Die DVB Bank hatte per Ende März mehr als elf Milliarden Euro an die Schiffsbranche verliehen. Zudem hat sie für die Finanzierung von Öl-Plattformen und dafür nötige Versorgungs- und Spezialschiffe Kredite über gut zwei Milliarden Euro vergeben. Auch hier seien die Risikokosten weiterhin hoch.

Im vergangenen Jahr hatte die DVB Bank einen Konzernverlust von fast 140 Millionen Euro ausgewiesen und erhielt eine Kapitalspritze der DZ Bank. Die DZ Bank übernimmt derzeit auch die restlichen Anteile an der DVB Bank und drängt die bisherigen Minderheitsaktionäre aus der Bank (Squeeze out).

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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