Schönheitsfehler bei Dresdner Bank: Allianz legt Traumergebnis hin

Schönheitsfehler bei Dresdner Bank
Allianz legt Traumergebnis hin

Trotz der Querelen um ihren Umbau und massenhafter Stellenstreichungen hat die Allianz im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren, der noch über den hochgesteckten Erwartungen der Experten liegt. Kleine Schönheitsfehler weist allerdings die Bilanz der Tochter Dresdner Bank auf. Nichtsdestotrotz dürfen sich die Aktionäre freuen.

HB MÜNCHEN. Im vergangenen Jahr sprang das operative Ergebnis des Konzerns vor allem dank guter Geschäfte in der Schaden- und Unfallversicherung von 8,0 Mrd. Euro auf knapp 10,4 Mrd. Euro, wie die Münchner Finanzgruppe am Donnerstag mitteilte. Dabei profitierte die Allianz von einem günstigen Schadenverlauf mit wenigen Naturkatastrophen. Der Überschuss kletterte von 4,4 Mrd. auf 7,0 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 6,9 Mrd. Euro gerechnet.

Der Gesamtumsatz, der sich aus den Beitragseinnahmen der beiden Versicherungssparten sowie den operativen Erträgen des Bankgeschäfts und des Asset Managements zusammensetzt, blieb nahezu unverändert bei 101,1 Mrd. Euro nach 100,9 Mrd. Euro im Vorjahr.

„Wir haben unsere ambitionierten Ergebnisziele für 2006 nicht nur erreicht, sondern auch alle deutlich übertroffen. Was wir versprochen haben, haben wir geliefert, und wir werden dies auch in den kommenden Jahren tun“, erklärte Allianz-Chef Michael Diekmann. Die Aktionäre sollen von der guten Geschäftsentwicklung durch eine kräftige Dividendensteigerung profitieren. Für 2006 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von 3,80 Euro je Aktie vor nach 2,00 Euro im Jahr zuvor. Im Zeitraum 2007 bis 2009 plant die Allianz mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses von durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr.

Die Allianz befindet sich derzeit im größten Umbau ihrer Geschichte. Sie hat sich in eine europäische Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Deutschland-Geschäft ist unter einer neu gegründeten Holding gebündelt worden; die einzelnen Versicherungssparten sollen enger verzahnt werden. In diesem Zuge werden Standorte geschlossen und fallen tausende Arbeitsplätze weg. Ihre europäischen Töchter – vor allem die französische AGF und die italienische RAS – will die Allianz enger an sich binden.

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