Schuldenkrise
Allianz hilft Griechenland mit 300 Millionen Euro

Die Allianz steuert 300 Millionen Euro zum Hilfsprogramm für Griechenland bei. Der Beitrag ist ansehnlich, der Versicherungskonzern hatte zuletzt den Bestand von Staatsanleihen deutlich reduziert.
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Die Allianz will zum Hilfspaket privater Gläubiger für Griechenland nur einen kleinen Teil der insgesamt zwei Milliarden beisteuern. „Wir sprechen über eine Finanzierungszusage der Allianz-Gruppe bis 2014 von rund 300 Millionen Euro“, sagte der Chef des Münchener Dax-Konzerns, Michael Diekmann, dem „Spiegel“.

Die deutsche Finanzwirtschaft hatte zwei Milliarden Euro zur Rettung Griechenlands zugesagt, wenn man die rund 1,2 Milliarden abzieht, die die staatlichen „Bad Banks“ von Hypo Real Estate und WestLB beisteuern.

Das Geld aus griechischen Staatsanleihen, die bis 2014 fällig werden, soll in dieser Höhe wieder in das Land reinvestiert werden. Europas größter Versicherungskonzern besaß zum Jahresende griechische Staatsanleihen im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Ein Jahr davor waren es noch 3,3 Milliarden.  

Ein Teil des Geldes, der für den Euro-Rettungsmechanismus vorgesehen ist, solle für die Schaffung eines Anleiheversicherers verwendet werden, forderte der Allianz-Chef. „Der sichert die Anleihen bis zu einem Nennwert von beispielsweise 90 Prozent ab“, erklärte er. „Investoren erhalten so Klarheit über den maximal möglichen Verlust, nämlich zehn Prozent. Dann können die betroffenen Staaten zu vernünftigen Zinsen wieder an den Kapitalmarkt zurückkehren.“

„Sich auf einen Plan B einzulassen, bedeutet, sich eine Kapuze aufzusetzen und mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn zu fahren.“ Eine Insolvenz Griechenlands hätte größere Auswirkungen als die Pleite der US-Bank Lehman, warnte er. sagte Allianz-Chef Michael Diekmann dem Magazin „Spiegel“.

Die Allianz hatte ihren Besitz an griechischen Staatsanleihen zuletzt von 3,3 auf 1,3 Milliarden Euro reduziert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: Allianz hilft Griechenland mit 300 Millionen Euro"

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  • Sehr schön.
    Dieser Geisterfahrer Diekmann scheint nicht zu merken, dass er bereits die Kapuze auf dem Kopf trägt.
    Sehr schon wie dieser Angestellte das Vermögen der Versicherten nach Gutsherrenart zu Grabe trägt.
    Er ist ein ÜBERBEZAHLTER Angestellter und haftet selbst mit NULL Euro.
    Das paßt zu dieser großen Anzeige zur Eurorettung.

    Mir ist nur noch schlecht und ich fühle mich sauübel!

  • >Der Betrag ist ansehnlich....<

    Das ist doch sicherlich ironisch gemeint oder ??

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