Schuldenkrise
Die griechische Krankheit schwächt Frankreichs Banken

Das starke Engagement in Griechenland bringt den französischen Großbanken massive Kursverluste. Die Société Générale versucht, mit Radikalmaßnahmen zu beruhigen, ebenso Politiker und Notenbanker - doch vergebens.
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ParisAngesichts neuer Spekulationen auf eine Pleite Griechenlands und der Furcht vor einer möglichen Abstufung durch die Ratingagentur Moody's geht es für französische Bankaktien weiter nach unten. Selbst die Beruhigungsversuche der Societe Generale am Montagmorgen änderten nichts daran. Bankchef Frederic Oudea beteuerte einmal mehr, dass sein Haus solide aufgestellt und das Engagement in den hoch verschuldeten Staaten der Eurozone gering sei. Zudem will er mit einem Stellenabbau und dem Verkauf von Sparten die Gewinne und die Kapitalbasis absichern.

Die französische Regierung versuchte unterdessen, die Lage zu beschwichtigen. Industrieminister Eric Besson wies eine Debatte über eine Teilverstaatlichung der Banken als voreilig zurück. „Es erscheint mir als vollkommen verfrüht und derzeit nicht relevant, diese Annahme ins Leben zu rufen“, sagte der Minister den Sendern RMC und BFM. Zentralbank-Chef Christian Noyer betonte, Frankreichs Geldhäuser seien der Lage gewachsen, egal wie sich die Situation in Griechenland entwickele. „Die französischen Banken haben werden Liquiditätssorgen, noch Solvenz-Probleme“, erklärte Noyer.

Doch das half am Montag alles nichts. Die Sorgen über eine mögliche Abstufung durch die Ratingagentur Moody's und die Gefahren einer Griechenland-Pleite zogen die Kurse der BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale erneut massiv nach unten. Die Papiere gehörten in den vergangenen Wochen ohnehin zu den größten Verlierern am Aktienmarkt. So sank der Marktwert der drei Großbanken seit Mitte Juli um rund 55 Prozent auf 55 Milliarden Euro. Selbst BNP Paribas, die lange Zeit als eine Gewinnerin der Finanzkrise 2008 galt, büßte rund 50 Prozent auf nur noch etwas mehr als 30 Milliarden Euro ein.

Der Kurs der Credit Agricole sank seit Mitte Juli um 55 Prozent, derjenige der Societe Generale gar um knapp 65 Prozent. Allesamt kosten die Papiere so wenig wie zuletzt Ende 2008 oder Anfang 2009, als die Kurse infolge der Lehman-Pleite eingebrochen waren. Das Papier der Societe Generale kostete am Montagmorgen so wenig wie seit Anfang der Neunziger Jahre nicht mehr.

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Societe Generale plant Notverkäufe

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  • Es war doch klar, dass eine Union vorwiegend mit unserern
    romanischen Nachbarn auf Sand gebaut war. Mit der Brücke zum Orient schließlich deutete alles auf den Untergang hin.
    Das Deutschland in diese Falle getappt ist, zeigt die Qualität unserer Staatsvertreter. Handeln ohne letztlich die Verantwortung tragen zu müssen.

  • Ich fürchte, dass die Metastasen bereits in den Finanztiteln wuchern und die Banken bald erliegen. Lehman II kommt bald.

  • ist klar, ne


    GR ist ein Krebsgeschwür
    je später man es rausschenidet, um so größer die Gefahr der Metastasen-Streuung

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