Schwedische Großbank
SEB steckt Griechenland-Verlust weg

Die Großbank SEB hat die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Die Abschreibungen auf Griechenland-Bonds hat das Institut unbeschadet überstanden.
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StockholmDie schwedische Großbank SEB hat einen kleinen Verlust aus ihrer Investition in griechische Staatsanleihen unbeschadet verdaut. Das Institut verbuchte im dritten Quartal einen Betriebsgewinn von 3,7 Milliarden Kronen (rund 410 Millionen Euro) und überraschte damit die Experten, die mit 3,5 Milliarden Kronen gerechnet hatten.

Dabei schrieb SEB 188 Millionen Kronen (gut 20 Millionen Euro) auf Hellas-Bonds ab. Gebühren und Kommissionserlöse glichen das unerwartet langsame Wachstum der Zinseinnahmen auf 4,1 Milliarden Kronen mehr als aus.

Die Marktturbulenzen bescherten dem Haus vor allem im Handel mit Devisen ein starkes Ergebnis, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Die SEB-Aktie legte in Stockholm 4,8 Prozent zu und profitierte dabei wie die anderen Finanzwerte in Europa von den politischen Fortschritten zur Lösung der Schuldenkrise.

Konzernchefin Annika Falkengren drosselte aber die Erwartungen für die kommenden Monate: „Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind gedämpft und die robusten nordeuropäischen Volkswirtschaften werden nicht immun dagegen sein“, erklärte sie. Wie andere Banken auch hat das Institut bereits ein Kostensenkungsprogramm eingeleitet, baut aber ihr Investmentbanking beispielsweise in Deutschland aus.

Die SEB hat sich im vergangenen Jahr von ihrem Privatkundengeschäft in Deutschland verabschiedet, da die Sparte nicht die gewünschten Ergebnisse ablieferte. Das Geldhaus ist hierzulande noch im Firmenkundengeschäft, der Vermögensverwaltung und im gewerblichen Immobiliensegment vertreten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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