Schweizer Bank Safra Sarasin
Kein Negativzins für Kleinsparer

Schweizer Privatbanken haben am negativen Einlagezins der Nationalbank zu knabbern. Die Bank Safra Sarasin stemmt sich jedoch gegen Gerüchte, den Negativzins an Kleinsparer weiterzugeben – aus gutem Grund.
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ZürichDie Bank Safra Sarasin dementiert einen Bericht des Finanzportals „Inside Paradeplatz“, demzufolge sie von allen Privatkunden ausnahmslos Mindestzinsen berechnen würde. „Das ist schlichtweg falsch“, so ein Bank-Sprecher.

Das Institut würde „selektiv“ bei einigen Großkunden, zumeist Profikunden, Mindestzinsen bei Cash-Konten nehmen. Ab welchem Betrag diese Negativzinsen fällig würden, dazu machte der Sprecher keine Angaben. Die Bank befürchte auch nicht, dass es nun einen Massenexodus von Kunden geben würde.

Schweizer Privatbanken leider stärker als die Großbanken UBS und Credit Suisse unter den Negativzinsen. Der Grund ist, dass die Vermögensverwaltungsbanken eine geringere Mindestreserve-Pflicht haben, da sie kaum Kreditgeschäft tätigen. Der Freibetrag, ab dem die Schweizer Notenbank Mindestzinsen verlangt, hängt aber eben von der Mindestreserve ab; derzeit beträgt er das 20-fache der Mindestreserve einer Bank.

Sprich, die Vermögensverwaltungsbanken haben ihren Freibetrag jeweils ausgeschöpft und müssen nun den Mindestzins zahlen. Sie können aber kaum ihren Kunden flächendeckend diese Gebühr auferlegen, weil diese dann zu den Großbanken abzuwandern drohen.

Privatbanken wie Notenstein haben das Problem nach eigenen Angaben damit umgangen, indem sie die Cash-Reserven nicht bei der Notenbank, sondern in einem hochliquidem Anleihe-Portfolio geparkt haben.

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