Schweizer Großbank
UBS besetzt Schlüsselpositionen neu

Die Schweizer Großbank krempelt die Führung um: Der Asset Management-Leiter der UBS tritt nach 12 Jahren ab, der Finanzchef wird zugleich operativer Konzernchef und der Risiko-Chef übernimmt den Bereich Compliance.
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ZürichDie Schweizer Großbank UBS baut ihre Konzernspitze um: Finanzchef Tom Naratil vergrößert seinen Einflussbereich. Der Amerikaner übernimmt Anfang 2014 zusätzlich die Aufgabe als operativer Konzernchef (Chief Operating Officer, COO), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Naratil hat seit seinem Antritt als Finanzchef die Bilanz der UBS deutlich gestärkt. Als COO wird er sich in Zukunft auch um die Informationstechnologie, die Automatisierung der Abläufe, den Einkauf und die Unternehmensentwicklung kümmern.

Der gegenwärtige COO, Ulrich Körner, wird Leiter des Asset Managements. Er folgt auf den 62-jährigen John Fraser, der den Posten nach zwölf Jahren abgibt. Der frühere McKinsey-Berater Körner hatte der in den vergangenen Jahren die Kosten der UBS um mehrere Milliarden Franken gedrückt. Nun wendet er sich dem mit rund 3750 Mitarbeitern kleinsten Bereich des Konzerns zu, der die Gelder von Großkunden wie Pensionskassen oder auch Fonds verwaltet.

Die Profitabilität des Geschäfts bewegt sich am unteren Rand der angepeilten Spanne. Das Asset Management leidet auch unter einer Wachstumsschwäche. Sowohl in den ersten neun Monaten des laufenden wie auch 2012 verzeichnete die UBS Geldabflüsse. In der Schweiz ist die Bank zwar der größte Asset Manager, weltweit hinkt sie mit Vermögen von rund 580 Milliarden Franken Branchenführern wie Blackrock oder Allianz Global Investors aber deutlich hinterher.

Zudem übernimmt Risiko-Chef Philip Lofts den Bereich Compliance, der für die Einhaltung geltender Gesetze, Richtlinien und Marktstandards verantwortlich ist, vom Chefjuristen Markus Diethelm. Die UBS kämpfte in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Skandalen. Im Sommer zahlte das Institut eine Milliarde Dollar im Zusammenhang mit dem fragwürdigen Verkauf amerikanischer Hypothekenpapiere. Die Beteiligung an der Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor kostete 1,4 Milliarden Franken. Der Londoner Handelsskandal vor zwei Jahren hinterließ ebenfalls einen Milliarden-Schaden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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