Schweizer Großbank
UBS droht Milliardenstrafe

Schwere Vorwürfe gegen UBS: Die Schweizer Großbank wird des Steuerbetrugs und der Geldwäsche verdächtigt. Deswegen droht ihr in Frankreich eine Geldstrafe in Milliardenhöhe. Darunter leidet auch der Aktienkurs.
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ZürichDer Schweizer Großbank UBS muss im Steuerstreit mit Frankreich einem Zeitungsbericht zufolge womöglich eine Geldstrafe in Milliardenhöhe zahlen. Die Westschweizer Zeitung „Le Temps“ berichtete am Freitag von einem Dokument vom 23. Juli 2014, wonach UBS zu einer Buße von bis zu fünf Milliarden Euro (sechs Milliarden Franken) verurteilt werden könnte, sollte sie wegen schwerem Steuerbetrug und Geldwäsche schuldig gesprochen werden. Die UBS-Aktie verlor am Freitag zwei Prozent auf 16 Franken und verzeichnete den tiefsten Kurs seit Mitte August.

UBS steht seit einiger Zeit im Visier der französischen Justiz. Die Behörden werfen der größten Schweizer Bank vor, von 2004 bis 2012 reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken.

Am 23. Juli verfügte ein Gericht, dass UBS in dieser Sache eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müsse. Nachdem die Bank mit einem Einspruch gegen dieses Urteil in der nächsten Instanz scheiterte, zahlte UBS Ende September die Summe. UBS will aber weitere Rechtsmittel ergreifen und den Fall auch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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