Schweizer Großbank: UBS-Manager bekommen mehr Geld

Schweizer Großbank
UBS-Manager bekommen mehr Geld

Die Schweizer Großbank UBS ist in die Gewinnzone zurückgekehrt – das zahlt sich nun auch für die Topmanager des Unternehmens aus. Allein Konzernchef Sergio Ermotti erhält 20 Prozent mehr Gehalt.
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ZürichDie Rückkehr in die Gewinnzone zahlt sich für die Topmanager der Schweizer Großbank UBS aus. Das Gehalt von Konzernchef Sergio Ermotti stieg um gut ein Fünftel auf 10,7 Millionen Franken, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Alle elf Mitglieder der Konzernleitung zusammen erhalten 82,4 Millionen Franken (umgerechnet 68 Millionen Euro) für 2013. Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der größte Teil des Gehalts wird in Aktien ausgezahlt, die für eine bestimmte Zeit gesperrt sind.

Mit der Erhöhung habe UBS die „Lücken zum marktüblichen Vergütungsniveau geschlossen“, erklärte die größte Schweizer Bank. 2012 musste UBS wegen Verstrickungen in den Libor-Skandal eine Geldstrafe von rund 1,4 Milliarden Franken zahlen und hatte rote Zahlen geschrieben. Die Boni waren niedriger ausgefallen. Im letzten Jahr entging die Bank einer saftigen Geldstrafe der EU, weil sie sich der Europäischen Kommission als Kronzeuge zu Verfügung stellte.

Mehr als Ermotti verdiente Andrea Orcel, der Chef des Investmentbanking. Er kann 11,4 Millionen Franken einstreichen. Der im Mai 2012 gewählte Verwaltungsratspräsident Axel Weber erhielt sechs Millionen Franken, das sich aus einem Grundgehalt von zwei Millionen Franken und 200.000 auf vier Jahre gesperrte Aktien zusammensetzt. Auch andere Mitarbeiter der Bank werden bedacht. Insgesamt wuchs der Bonus-Pool um 28 Prozent und war mit 3,2 Milliarden Franken praktisch gleich hoch wie der Gewinn.

Auch das Gesamtsalär für Ex-Bundesbankchef Axel Weber als UBS-Verwaltungsratspräsident von knapp 3,6 Millionen Franken im Jahr 2013 auf 6,1 Millionen Franken gesteigert (5,0 Mio Euro).

Die Diskussionen in der Schweiz über Managergehälter zeigen auch bei UBS Wirkung. Neu gilt, dass der Konzernchef nicht mehr als das Fünffache seines Grundlohnes als Erfolgsprämie erhalten kann. Ermotti bezieht 2,5 Millionen Franken Grundlohn. Bei den anderen Mitgliedern der Konzernleitung gilt das Siebenfache als Obergrenze. Bereits seit dem letzten Jahr ist der Bonus-Pool für die Konzernleitung auf das Zweieinhalbfache des bereinigten Vorsteuergewinns begrenzt. Vor einem Jahr beschlossen die Schweizer in einer Volksabstimmung über die sogenannte „Minder-Initiative“ Beschränkungen für Manager-Gehälter. Die Aktionäre der UBS werden im nächsten Jahr zum ersten Mal über die Gehälter der Topmanager abstimmen.

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