Schweizer Privatbank Deutschlandchef der Bank Sarasin muss gehen

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Protesten der Anleger muss Frank Niehage, Deutschlandchef der Bank Sarasin, seinen Posten räumen. Offenbar war der Druck zu groß.
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Frank Niehage (3.v.l.) ist nicht länger Deutschlandchef der Bank Sarasin. Quelle: PR

Frank Niehage (3.v.l.) ist nicht länger Deutschlandchef der Bank Sarasin.

(Foto: PR)

Es hat sich angedeutet: Frank Niehage wird sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Bank Sarasin Deutschland niederlegen, das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Montag mit. Die beiden Vorstandsmitglieder Aris Prepoudis und Bernd Würfel übernehmen kommissarisch dessen Aufgaben. Als Grund gibt das Institut „unterschiedliche Auffassungen bezüglich der zukünftigen strategischen Ausrichtung “ an.

Dies dürfte allerdings nur vorgeschoben sein. Wie das Handelsblatt berichtete, ist die Schweizer Privatbank gleich von mehreren Seiten unter Druck geraten. Vor einem Monat durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Münchener Niederlassung auf Hinweise für mögliche Steuerhinterziehung. Das Institut, so der Verdacht der Ermittler, soll Initiator von Aktiengeschäften gewesen sein, mit denen der deutsche Fiskus um 124 Millionen Euro betrogen wurde.

Hinzu kommen Proteste von Anlegern, die sich über schlechte Anlageempfehlungen beschweren. Berater hatten Investitionen in Windparkbetreiber und Solarunternehmen empfohlen, mit denen das Institut selbst über Kredite und Anleihen verbunden ist. In Einzelfällen sind dadurch bereits Buchverluste im siebenstelligen Bereich für die Kunden entstanden.

Nun muss der Chef gehen. Er hatte den deutschen Teil der Bank über Jahre hinweg erfolgreich von Frankfurt aus geführt. Sein Konzept bestand unter anderem darin, die Bank konsequent auf nachhaltige Investments auszurichten.

 
  • dpa
  • pma
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12 Kommentare zu "Schweizer Privatbank: Deutschlandchef der Bank Sarasin muss gehen"

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  • liebe Redaktion,

    das Foto gehört zum Artikel für alle sichtbar! Ich kenne das korrekte Foto, den Link hätten Sie sich sparen können.
    Vielen Dank auch für die Beantwortung meiner Fragen. Da Sie sich zu keinem Punkt äussern habe ich wohl nicht nur ins Blaue geschossen!

  • Der Junge hat eher das Problem, nicht genau zu wissen, warum nicht ich, sondern die meisten deutschen Wähler bei aller Verfügbarkeit der bekannten Fakten und Zahlen (über die Bankenverbrechen zum Beispiel) die Augen scheinbar immer noch so gelassen geschlossen lassen können.
    Ist es der verständliche, psychologische Überdruss nach der widerlichen geschmierten Untätigkeit der Politlobbylaffen, die bewusste Ignoranz aus Selbstschutz, die von den Leitmedien (Springer, Burda, etc.) organisierte Desorientierung, eine wirkliche politische `Alternativlosigkeit` (…dieser Steinbrück zum Beispiel), die kleinbürgerliche Selbstzufriedenheit, die berentete Verdrängung („Uns Rentner kann eh` nichts passieren, denn wir sind die größte Wählergruppe!“) oder doch schon die vermeintliche nackte Existenzangst?
    Vernunft oder perspektivisches Denken und Handeln ist es jedenfalls nicht, die Augen wie diese Merkel konstant „auf Sicht“ geschlossen zu halten. Aber das muss ich nicht mal wissen, denn es ist leider sichtbare Realität.

  • @waehler
    Eine treffende zusammen fassung. Noch zu erwähnen wären die Derivatenpositionen der DB in Höhe von 59 Billion Euro (englisch: 59 trillion), überwiegend Zinsderivate (interest rate swaps) Grund genug, Steuergelder in unbegrenzter Höhe zur Rettung dieser Positionen zur Verfügung stellen zu müssen - too big to fail.

  • http://www.sarasin.de/internet/iede/about_us_news_iede.htm?reference=96642&checkSum=0698EED2DEB53EB71AD125473C4DE9E3

    Hier ist das Orginalbild vom Deutschen Nachhaltigkeitspreis

  • liebe Redaktion des Handelsblattes,

    warum wird eigentlich nicht das korrekte und vollständige Foto in dem Artikel veröffentlicht? Auf diesem Foto fehlt nämlich rechts eine Person. Hierbei handelt es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Bank Sarasin bis 2011, vormals Leiter der NL Nürnberg! Wird hier nur das verfälschte Foto angezeigt weil diese Person die Quelle der ganzen Berichterstattung im Handelsblatt??? Der Verdacht liegt doch zumindest sehr nahe, oder??

    Soweit zur objektiven Berichterstattung!!!!

  • Mit Verlaub hier geht es um Banken, ihre Verbrechen und die immer noch fehlenden Konsequenzen und nicht um diffuse politische Meinungen aus ihren persönlichen Gehegen.

  • Lieber Autor "Wähler".

    Wie Ihnen bekannt ist, hat jedes Geschäft zwei Partner. Wer mit dem Finger nur immer auf den Einen zeigt, macht sich unglaubwürdig. gerade bei dem Beispiel Kommunalfinanzierung der Gemeinden, haben Steuerverschwender der Verwaltung, mit gierigen Landesbankern verhandelt. Die Spitze LBBW gegen Deutsche Bank? Also Camorra gegen Mafia?.

    Mach die Augen auf Junge. Die Ebene der Verwaltung unter den Ministern ist so verdreckt und verseucht, so unmoralisch, dass es einen anekelt!

  • Und zum Schluss noch ein Faktum das unumstösslich ist.

    Die Verwaltungen in den Gemeinden, der Länder und des Bundes geben das geld aus, das der Bürger mit seinen Steuern entrichtet.

    Und dort herrscht eine gnadenlose Verschwendungssucht! Würde man alle Verwaltungsvorschriften um 50 % streichen, könnte man dort auch 50% der Ausgaben zurücknehmen. Da würde der Staat wirklich sparen.

    In Baden Württemberg wurde vor der Wahl 2011 von del linken behauptet, wie wichtig eine gute Bildungspolitik für das Land sei.

    Kaum ander Macht, senkt der MP Kretsch die Ausgaben für Bildung in dem er 12.000 Lehrer nicht mehr beschäftigt. Anstatt die Klassenteile von 31 Schülern auf 18 zurücjzunehmen und dafür lieber 12.000 Stellen im Justiz, Wirtschafts- und Finanzministerium zu streichen!

    Lieber Wähler, nur eine Partei, die sich den radikalen Abbau derr Verwaltung auf die Fahne schreibt, ist noch wählbar! Wer kennt noch Herr Merz oder Prof. Paul Kirchhof?

    Aber was ist von Ministern und Kanzlern zu halten, die Staatsbedienstete V-Leute in radikale Organisationen einschleust, damit sie dort Verbrechen begehen?

    Wieviele V-Leute waren bei der RAF eingesetzt um den linken Rand zu berenzen und mit den Grünen für die Radikalen Wähler eine demokratische Plattform zu finden?

    Hat man die gute Tradition fortgesetzt um mit einem Einsatz von V-Leuten bei den Neonazis den rechten Rand zu definieren?

    Sorry, ich bin 60 Jahre alt und habe mich lang genug von den Schönrednern aller Parteien "dumm" machen lassen. Die letzten 25 Jahre die ich auf diesem Planeten habe lebe ich nach dem Motto: "esti omnes ego non!

  • Und was ist mit der DEUTSCHEN BANK ?
    Gezielte (offenbar immer noch legale) Bilanzmanipulationen, organisierte kriminelle Absprachen im Rahmen der Libor-Affäre, bewusste Fehlberatung ihrer "Muppet-Kunden", Verdacht Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten, Mitschuld am Bankrott und falsche Aussagen im Prozess um die Pleite der Kirchgruppe, Schädigung der Stadtverwaltung Mailand und 600 weiteren italienischen Kommunen sowie ähnliche undurchschaubare Deals mit rund 200 deutschen Kommunen oder deren Betrieben, dubiöse Derivatewetten gegen die eigene Kundschaft, Verkauf von Lehman-Papieren an die eigene Kundschaft bei gleichzeitiger heimlicher Eigenveräußerung, Versorgung mit Kapital bei 1% Verzinsung von der Bundesbank, um damit den deutschen Steuerzahler einen Kreditzinssatz über das zehnfache abzuzocken, diverse Prozesse um hypothekenbasierte Wertpapiere in den USA u.a. auch eine Anklage der deutschen LBBW, eine Anklage der US-Regierung(!) staatliche Immobilienfinanzierer übervorteilt zu haben, Handel mit unmoralischen Rohstoffderivaten, Beihilfe zur Steuerhinterziehung vermögender Kunden via Steueroasen, usw...
    Es kam unter Schwarz-Gelb nicht einmal ein Untersuchungsausschuß vor dem Parlament (wie in den USA) zustande. Stattdessen feierte dieser Ackermann im Bundeskanzleramt auf Einladung von einer Frau Merkel fröhlich eine von uns allen steuerfinanzierte Geburtstagsparty im Rahmen ihrer Gesinnungsgenossen.
    Wie sagt Frau Merkel heute in ihrer Neujahrsansprache: "Die Welt hat die Lektion der verheerenden Finanzkrise von 2008 noch nicht ausreichend gelernt." Nie wieder dürfe "sich eine solche Verantwortungslosigkeit wie damals durchsetzen". In der sozialen Marktwirtschaft sei der Staat der Hüter der Ordnung, darauf müssten die Menschen vertrauen können.- Scheinheiliger Humbug: Die angebliche Hüterin der sozialen Marktwirtschaft hatte ja nur 4 Jahre Zeit für diesen Job. - Frohes neues Jahr.

  • Und dann noch etwas zum Nachdenken.

    Wie eng verflochten müssen die Beziehungen zwischen den Landesbanken und der Politik in Deutschland sein, dass man Rettungspakete von fast 1.000 Milliarden Euro bastelt um die Folgen einer von der Gier bestimmten Handlung der Bankvorstände zu vertuschen!

    Statt sämtlichen Vorständen der Landesbanken bundesweit die Staatsanwaltschaft ins Haus zu schicken, beschränkt man sich auf einen spektakulären Einsatz mit 500 bewaffneten Polizisten im Headquarter der Deutschen Bank.


    Das soll wohl wieder die "Normalbürger" beiendrucken. Die böse Deutsche Bank ist ja sowieso als "Popanz" von der linken Presse aufgebaut worden. Sicher kein Engel unter den Banken, aber gemessen wieviel Dreck unter der Decke einer LBBW oder Landesbank Baywern (die schon wieder Aktivitäten am Rande der Legalität entwickeln), haben die politischen Mandatsträgern in den Verwätungsbeiräten der Landesbanken dafür gesorgt, dass nichts von den fahrlässigen Machenschaften aufgedeckt wird, die diese Landesbanken verbrochen haben und gerade wieder verbrechen.

    Dem kleinen Anleger wird vorgegaukelt, schuld waren die Berater, die schlechte Produkte verkauft haben. DieBafin wurde aufgebauscht zu einen riesigen Beamtenapparat, die eine gigantische Luftnummer abziehen die sich "Prüfung" nennt?

    Ha, Ha,reine Augenwischerei, Opium fürs Volk. Ein Berater muss sich nun einer IHK Prüfung für 1500,- Euro Gebühr unterziehen. Nur sind die Prüfer oft ungeschulter als der erfahrene Berater selbst!

    Das gilt auch für die BaFin Prüfer. Juristen alle, nurkeine Ahnung und kein Gespür dafür wie das Geschäft mit faulen Derivaten bei den Landesbanken wirklich betrieben wurde!

    Die sollen ja die Verflechtungen zwischen Bankvorständen und Politik nicht wirklich aufdecken! Davon müssen Sie die Finger lassen.

    Warum will den ein Herr Steinbrück lieber Sparkassenvorstand werden, als Bundeskanzler?

    Aber, er ist ein verdienter Sozialdemokrat und den darf man auchnicht angreifen!

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