Schweizer Privatbank steigert Konzerngewinn und verwaltetes Vermögen: Bank Sarasin zieht es nach Deutschland

Schweizer Privatbank steigert Konzerngewinn und verwaltetes Vermögen
Bank Sarasin zieht es nach Deutschland

Die Basler Privatbank Sarasin will ihr Deutschland-Geschäft ausbauen. Wie das Unternehmen jetzt anlässlich der Vorstellung seiner Jahresbilanz mitteilte, soll die in München bereits bestehende Gesellschaft für den Fondsvertrieb in eine Wertpapierhandelsbank umgewandelt werden.

oli BASEL. Ein entsprechender Antrag sei bereits bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht.

Die Basler folgen damit einem Trend: Sowohl Schweizer Großbanken wie die UBS als auch mittlere und kleine Adressen wie das Bankhaus Julius Bär und die Zürcher Privatbank Leu haben ihr Deutschland-Geschäft bereits verstärkt oder wollen das tun. Sie alle betrachten den deutschen Markt als lohnend, weil hier überdurchschnittlich viele vermögende Kunden die diskreten Dienste der Schweizer Banken zu schätzen wissen. Sarasin hat sich vorgenommen, innerhalb der nächsten zwei Jahre fünf Mrd. Schweizer Franken (3,3 Mrd. Euro) an Kundenvermögen in Deutschland einzusammeln.

Die Basler Bank, an der die niederländische Rabo-Gruppe mit 28 Prozent beteiligt ist, hat im vergangenen Jahr ihr verwaltetes Vermögen um elf Prozent auf knapp 54 Mrd. Franken gesteigert. Der größte Teil des Zuwachses stammt aus Zukäufen. So hat Sarasin Ende 2004 die Mehrheit an einem Vermögensverwalter in Lugano übernommen. Das Geschäft nahe der Grenze zu Italien ist interessant, weil Kunden auch dort Schweizer Banken bei der Wahl ihres Vermögensverwalters bevorzugen. In den nächsten Monaten will Sarasin seine Expansionsstrategie auf den mittleren Osten ausweiten. Dank einer Partnerschaft mit einer Bank in Dubai kann Sarasin jetzt auch in dieser Region das Geschäft aufnehmen.

Ihr Wachstum können die Basler mit Hilfe eines soliden Konzerngewinns finanzieren. Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn um 46 Prozent und lag knapp über der 100-Millionen-Franken-Grenze. Allerdings schlug allein der Verkauf der Bank Jenni & Cie mit rund 40 Mill. Franken zu Buche. Das laufende Jahr beurteilt Verwaltungsratspräsident Georg Krayer mit etwas weniger Optimismus: „Die Ergebnisse“, sagte er, „der ersten beiden Monate waren gut, wenn auch nicht ganz so fulminant wie im Vorjahr.“

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