Schweizer Versicherer steigert Gewinn
Zurich bleibt von Großschäden verschont

2013 kann die Zurich-Versicherung ihren Gewinn um rund vier Prozent auf mehr als vier Milliarden Dollar steigern. Trotz des Zuwachses verfehlen die Schweizer die Erwartungen der Analysten.
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ZürichKosten für die Neuausrichtung des Konzerns haben der Zurich Insurance Group im Vorjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil Europas fünftgrößter Versicherer zugleich aber von teuren Großschäden verschont blieb und ein Beteiligungsverkauf 700 Millionen Dollar in die Kasse spülte, stand unter dem Strich ein leichtes Gewinnplus auf 4,03 Milliarden Dollar.

Die Dividende wollen die Schweizer stabil halten. „Diese soliden Ergebnisse und der starke Cashflow geben unserem Verwaltungsrat die Zuversicht, erneut eine Dividendenausschüttung von 17 Franken je Aktie vorzuschlagen, worin sich die anhaltende Stärke und Stabilität unseres Geschäfts widerspiegeln“, erklärte Konzernchef Martin Senn am Donnerstag bei der Bilanzveröffentlichung.

An der Börse kam der Abschluss gut an. Die Zurich-Aktien stiegen gegen den schwächeren Sektorindex leicht auf 269,10 Franken. Die Dividendenpolitik des Unternehmens sei der Schlüsselfaktor für eine Investition in die Firma, erklärten die Analysten von Bank of America - Merrill Lynch.

Zurich hatte im Dezember wegen des niedrigen Zinsniveaus seine Renditeziel zurückgeschraubt, seinen Aktionären gleichzeitig aber weiter eine attraktive Dividende versprochen. Der Versicherungskonzern, strebt künftig auf Basis des Betriebsgewinns nach Steuern eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von zwölf bis 14 Prozent an. Erreicht werden soll das durch mehr Effizienz und eine reduzierte Komplexität. Im Vorjahr waren es 10,5 Prozent.

Die zum Jahresende auf den Weg gebrachte Neuausrichtung schlug im Schlussquartal mit 318 Millionen Dollar Aufwendungen zu Buche. Insgesamt werden die Restrukturierungskosten am oberen Ende der in Aussicht gestellten Bandes zu liegen kommen, erwartet Finanzchef Vibhu Sharma. "Wir denken, dass die Gesamtkosten eher bei 600 Millionen Dollar liegen als bei 400 Millionen." Anfallen werden die restlichen Aufwendungen in der ersten Hälfte 2014.

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