Sigma-Studie
Versicherer wachsen stark in Schwellenländern

Für die Versicherer verlieren die Industrieländer an Bedeutung. 2010 lag der Prämienzuwachs absolut nur noch knapp über den Schwellenmärkten. Doch viel Gewinn wirft das Geschäft noch nicht ab. 
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FrankfurtDie Versicherer verkaufen immer mehr Verträge in den Schwellenländern. Absolut betrachtet trügen die Industrieländer aufgrund ihrer Größe zwar noch immer mehr zum Prämienvolumen bei, stellt der Rückversicherer Swiss Re in einer Studie fest. Doch die Schwellenländer holten schnell auf. „Im Jahr 2010 entfielen auf die Industrieländer 120 Milliarden Dollar an zusätzlichen Prämien, die Schwellenländer lagen mit 109 Milliarden Dollar knapp dahinter“, erklärte Oliver Futterknecht, Mitautor der neuen Sigma-Studie der Swiss Re.

Die aufstrebenden Märkte in Asien und Lateinamerika hätten in den letzten zehn Jahren am meisten zum Prämienwachstum in den Schwellenländern beigetragen, stellen die Autoren fest. Insgesamt seien die Versicherungsprämien im Schnitt real, also nach Abzug der Inflationsrate, um 11,0 Prozent pro Jahr gestiegen, in den Industrieländern waren es dagegen real nur 1,3 Prozent.

Besonders auffällig sei der Unterschied in der wichtigen Sparte Lebensversicherung gewesen. Der durchschnittliche Zuwachs in den Schwellenländern habe hier 12,6 Prozent betragen, aber nur 0,6 Prozent in den Industriestaaten. Inzwischen kommen daher bereits 14 Prozent der weltweit eingenommenen Beiträge aus sich entwickelnden Staaten. Vor einem Jahrzehnt waren es erst fünf Prozent.

Der Wachstumsvorsprung der Schwellenmärkte dürfte im nächsten Jahrzehnt anhalten, glaubt Swiss Re. Dies ziehe auch die Aufmerksamkeit globaler Versicherer auf sich, die in den Schwellenländern mehr profitables Wachstum erwarteten als in den eher gesättigten reifen

Märkten.

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Keine regelmäßigen Gewinne

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