Skandal um Briefkastenfirmen
Berenberg-Chef leidet unter Panama

Die Hamburger Berenberg Bank ist in den Sog der Panama-Affäre geraten. Am Montag soll der Chef des Traditionshauses Präsident des privaten Bankenverbandes werden. Das sorgt bei einigen Kollegen für „Zähneknirschen“.
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FrankfurtSehr viel edler geht es nicht in der deutschen Bankenlandschaft und sehr viel erfolgreicher auch nicht. Mit dem Gründungsjahr 1590 gehört die Hamburger Berenberg Bank zu den ältesten Geldhäusern der Welt. Aber die Bank mit Hauptsitz an der Binnenalster lebt nicht nur von ihrer Tradition. 

Im vergangenen Jahr konnte  der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter Hans-Walter Peters eine Verdreifachung des Gewinns und eine Eigenkapitalrendite von sage und schreibe 67 Prozent melden. Da bleibt auch Raum für etwas extravagantere Gesten: Zu ihrem 425. Geburtstag ließ die Bank den britischen Superstar Robbie Williams aufspielen.

Doch jetzt hat Berenberg ein Problem. Denn der Name des Traditionshauses taucht an prominenter Stelle in den sogenannten Panama Papers auf, die seit Tagen die Medien beherrschen. Auch das Hamburger Geldhaus hat über eine schweizerische Tochter Konten für Offshore-Gesellschaften geführt. Das ist aber nicht nur für Berenberg peinlich sondern für die gesamte Branche, denn am kommenden Montag soll Peters das Amt des Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) übernehmen.

Die Folgen der Panama-Affäre für Berenberg seien „überhaupt kein Thema“ im Verband, betont BDB-Kommunikationschefin Iris Bethge. Einigen einflussreichen Mitgliedern der privaten Bankenlobby treiben die jüngsten Schlagzeilen dennoch die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn bereits der scheidende Präsident, Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen, konnte sein Amt nicht unbelastet ausfüllen, weil er sich vor einem Münchner Gericht in der Kirchaffäre wegen Prozessbetrug verantworten muss. „Jetzt tritt auch der neue Verbandschef mit einer Hypothek an, das ist alles andere als ideal“, heißt es aus einem Geldhaus. Und das ist in einer Zeit, in der die Banken wegen der immer härteren Anforderungen der Regulierer besonders auf einen guten Draht zur Politik angewiesen sind.

Nach Informationen des internationalen Recherchekollektivs, das die Panama-Papiere ausgewertet hat, soll eine Schweizer Tochter der Berenberg Bank mindestens 76 Konten für Offshore-Firmen bereitgestellt haben. Zu den Klienten zählten demnach US-Millionäre, ein ehemaliger kanadischer Profiboxer, russische Geschäftsleute, aber auch mehrere Deutsche. Töchter der Berenberg Bank sollen zudem mindestens 13 Briefkastenfirmen an Kunden weitervermittelt haben.

Die Bank hält ihr Engagement für legal. Der hinter einem Konto stehende wirtschaftlich Berechtigte sei „immer bekannt, wirtschaftlich Berechtigte und Bevollmächtigte werden täglich in speziellen Compliance-Datenbanken auf negative Einträge hin überprüft, und Zahlungen unterliegen einem permanenten Monitoring“, rechtfertigt sich das Institut.

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Zähneknirschen beim Bankenverband

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  • "Es gibt so viele Menschen denen es schlechter geht."

    Deshalb kümmert sich der Papst höchstpersönlich um diese armen Menschen.

  • Immer höhere Steuern treiben immer mehr Steuerzahler wo anders hin oder in die Szialsysteme, oder Schwarzarbeit. Alles menschlich.
    Wie war das mit dem Frosch, wenn man ihn innerhalb kurzer zeit eine Temperaturarhöhung gibt verreckt er, wenn man das langsam tut schafft er es.

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