Skandalbank Hypo Alpe Adria
Entscheidung aufgeschoben

In buchstäblich letzter Minute vertagte das Landgericht Frankfurt ihr Urteil im Streit um die Rückzahlung von Anleihen der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria. Für deren Abwicklungsbank geht es um die Existenz.

Im Milliardenstreit um Altlasten der einstigen Krisenbank Hypo Alpe Adria hat das Frankfurter Landgericht seine Entscheidung vertagt. Am 9. Juni soll die mündliche Verhandlung wieder aufgenommen werden, erklärte die Kammer am Freitag. Grund sei der Antrag der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zur Unterbrechung des Verfahrens.

In dem Frankfurter Prozess klagt die FMS Wertmanagement, die „Bad Bank“ des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE), auf Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro plus Zinsen (Az.: 2-12 O 114/15). Die Hypo-Alpe-Abwicklungsanstalt Heta verweigert dies mit Hinweis auf einen von Österreich verfügten Zahlungsstopp.

Würde das Gericht zugunsten des Klägers entscheiden, hätte dies für die Heta existenzielle Folgen: „Wir befürchten einen durch das Urteil in Gang gesetzten Prozess, der unbeabsichtigt zur Insolvenz der Heta führen kann“, sagte Heta-CEO Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath dem Handelsblatt in Wien. „Die vorläufige Vollstreckbarkeit der Entscheidung des Landgerichts Frankfurt birgt die Gefahr, die Heta in die Insolvenz zu schicken. Das wäre für die Gläubiger der Heta fatal.“

Bei einer Insolvenz würden alle Gläubiger schlechter dastehen als bei einer geordneten Abwicklung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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