Sobinbank
Russische Bank stoppt die Kartenzahlung

US-Sanktionen und der taumelnde Rubel machen der russischen Sobinbank zu schaffen. Ab Monatsende sollen die Kunden nicht mehr mit Karten bezahlen können – und zum Bargeld zurückkehren.
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MoskauKunden der russischen Sobinbank müssen künftig bar bezahlen. Ab Ende Januar will das Institut seine Serviceleistungen für ausgegebene Karten und das hauseigene System „Sobin Direct“ stoppen, teilte das Institut auf seiner Homepage mit. Um mit seinem Kontoguthaben auch zu bezahlen, bleibt den Kunden nur der Weg zu Schalter. Überweisungen und andere Bankservices wie die Bedienung von Krediten seien weiterhin verfügbar.

Die Bank steht auf der Liste der Institute, die von den USA und der EU sanktioniert werden. Bereits im November hatte die Sobinbank deshalb angekündigt, keine neuen Karten mehr auszugeben und bestehende nicht zu verlängern. Zudem sei die Schließung mehrere Filialen geplant.

Auch auf Kreditkarten können die Kunden nicht ausweichen. Visa und Mastercard hatten im März 2014, als die Sanktionen in Kraft traten, angekündigt, den Service für die Kunden der Sobinbank-Mutter Bank Rossiya umgehend einzustellen. Gleiches gilt seit April 2014 auch für die Sobinbank selbst.

Russlands Wirtschaft setzen die westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt schwer zu. Auch der Rubel-Verfall macht ihr in diesem Zusammenhang zu schaffen. Zudem bringt der Ölpreisrutsch den Energie- und Rohstoff-Lieferanten Russland unter Druck. Die Regierung rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um vier Prozent schrumpfen könnte. Russischen Banken und Unternehmen wird der Zugang zu den ausländischen Kapitalmärkten verwehrt.

Die US-Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Russland darum vor einigen Tagen von der Note BBB auf BBB- herabgestuft und den Ausblick auf „negativ“ gesetzt. „Der Ausblick hat sich seit Mitte 2014 deutlich verschlechtert“, teilte Fitch mit.

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