Société Générale
SocGen fährt Russland-Geschäft zurück

Abschreibungen in Russland belasten die Bilanz der Société Générale. Die französische Großbank zieht Konsequenzen: In Zukunft gibt es weniger Mittel für die russischen Töchter.
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ParisDie französische Großbank Société Générale fährt ihr Russland-Geschäft zurück. Die dortigen Töchter würden weniger konzerneigene Mittel bekommen, kündigte die Nummer zwei in Frankreich nach BNP Paribas am Donnerstag an.

Vergangenes Jahr seien die internen Kredite bereits um 600 Millionen Euro reduziert worden. Dieser Trend werde sich 2015 fortsetzen. Denn in Russland dürften deutlich mehr Darlehen wegen der Wirtschaftskrise platzen. Der Westen hat im Zuge des Ukraine-Konflikts Sanktionen gegen Moskau verhängt. Zudem trifft der starke Ölpreis-Verfall das einst rasant wachsende Schwellenland.

Im vergangenen Jahr kam SocGen auf einen Gewinn von 2,69 Milliarden Euro - ein Plus von fast einem Drittel. Vor allem im Kreditgeschäft lief es besser, was Abschreibungen in Russland und Brasilien mehr als ausglich.

Im vierten Quartal verdreifachte sich der Gewinn nahezu auf 511 Millionen Euro. Allerdings wurde die Vorsorge für Rechtsstreitigkeiten um weitere 200 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro aufgestockt. BNP musste in den USA wegen Verstößen gegen politische Sanktionen eine Rekordstrafe von fast neun Milliarden Dollar zahlen, weswegen der Gewinn des SocGen-Rivalen 2014 um 97 Prozent auf 157 Millionen Euro einbrach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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