Solvency II EU einigt sich auf Kapitalvorschriften für Versicherer

Jahrelang rang die EU um neue Regeln für die Versicherungsbranche. Nun einigten sich die Mitgliedsstaaten auf das neue Regelwerk. Die Konzerne sollen ihre Geschäfte stärker am Risiko ausrichten.
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Von einem Unwetter zerstörtes Dach: Versicherer sollen mehr Kapital für Risiken zurücklegen. Quelle: dpa

Von einem Unwetter zerstörtes Dach: Versicherer sollen mehr Kapital für Risiken zurücklegen.

(Foto: dpa)

LondonDie EU hat sich nach jahrelangen Verzögerungen auf die künftigen Kapitalvorschriften für die Versicherungsbranche geeinigt. Das Regelwerk namens "Solvency II" soll nach Angaben vom Mittwoch 2016 in Kraft treten. Die Vorsitzende des einflussreichen Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament, Sharon Bowles, nannte die Lösung "gut für die EU und die Versicherer". Der neue Kapitalrahmen soll die Branche stärker dazu zwingen, ihre Geschäfte am Risiko auszurichten und die Kunden besser zu schützen.

Hochrangige Experten halten den Starttermin 2016 für sehr knapp; sie halten Anfang 2017 für realistischer. Eigentlich hätte Solvency II schon 2012 in Kraft treten sollen. Immer neue Studien über die Auswirkungen hatten den Zeitplan aber ins Rutschen gebracht. Große Versicherer wie die Allianz, Aviva, Axa und Generali haben bereits Millionen in die Vorbereitung auf das neue Regelwerk investiert.

  • rtr
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