Solvency II
Helvetia-Chef sieht Wettbewerb gefährdet

Wolfram Wrabetz hält die neuen Aufsichts- und Kapitalregeln für zu kompliziert.
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Der Chef der Helvetia Versicherungen, Wolfram Wrabetz, fordert Änderungen an den geplanten strengeren Aufsichts- und Kapitalregeln für Versicherer (Solvency II). „Eine Überarbeitung von Solvency II ist dringend nötig“, sagte Wrabetz auf der Handelsblatt-Jahrestagung zu Solvency II in Köln.

Er sieht die Gefahr, dass viele Versicherer durch die neuen Regeln überfordert sind und Unternehmen vom Markt ausscheiden. „Die letzte Auswirkungsstudie der europäischen Aufseher hat gezeigt, dass die Komplexität des Systems zu Verwerfungen am Markt führen kann.“ Zu komplizierte Rechenmodelle und überzogene Eigenmittelanforderungen könnten den Wettbewerb gefährden.

Während in den 1990er Jahren die Politik eine Deregulierung angestrebt hätte, um mehr Wettbewerb zu erhalten, sollten nun strengere Regeln für mehr Sicherheit sorgen. „Mit dem Wunsch nach mehr Wettbewerb und mehr Sicherheit steckt man in einem Dilemma, das sich nicht hundertprozentig auflösen lässt“, sagte Wrabetz. Der Helvetia-Chef gab sich aber optimistisch, dass die Aufseher die Probleme erkannt hätten und noch Änderungen durchführen.

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