Sozialverband VdK fordert gesetzliches Verbot: Politiker erheben schwere Vorwürfe gegen Commerzbank

Sozialverband VdK fordert gesetzliches Verbot
Politiker erheben schwere Vorwürfe gegen Commerzbank

Der Commerzbank-Beschluss, die Betriebsrenten zu streichen, wird von der Politik scharf kritisiert.

HB HAMBURG. „Commerzbank-Chef (Klaus-Peter) Müller verhöhnt seine Mitarbeiter, wenn er für 2004 ein Spitzen-Ergebnis für seine Bank vorhersagt und gleichzeitig über Nacht die Betriebsrenten streicht“, sagte der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse (CDA), Hermann-Josef Arentz, der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe). Es sei besonders frech, dass die Manager dabei „ihre eigene Luxusversorgung ungeschoren“ ließen. Arentz warf der Commerzbank-Führung vor: „Kein Klassenkämpfer könnte ein schlimmeres Zerrbild des hässlichen Kapitalisten zeichnen, als es dieser Bankvorstand selbst tut.“ Der CDU-Sozialexperte forderte rasche Konsequenzen: „Wenn der Commerzbank-Vorstand seinen Beschluss nicht schnellstens rückgängig macht, muss er zurücktreten.“

Auch SPD-Präsidiumsmitglied Andrea Nahles kritisierte die Streichung der betrieblichen Altersvorsorge. „Das ist unanständig. Die Menschen müssen sich auf ihre Betriebsrente verlassen können“, sagte Nahles der Zeitung. Auch SPD-Generalsekretär Olaf Scholz hat die Kürzungen bei Betriebsrenten in Großkonzernen scharf angegriffen. Er nannte das Vorgehen der Commerzbank und der Gerling-Versicherung „ein falsches Signal. Dass gleichzeitig mit der Beendigung der Betriebsrenten aber nicht die entsprechenden Regelungen für die Vorstände betroffen sind, ist überdies instinktlos“, sagte Scholz der „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag).

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