Spaniens zweitgrößte Bank: Peso-Absturz nagt an Gewinn der BBVA

Spaniens zweitgrößte Bank
Peso-Absturz nagt an Gewinn der BBVA

Das Mexiko-Geschäft entwickelt sich für die spanische Großbank vom Gewinntreiber zum Sorgenkind. Der durch die US-Präsidentschaft Donalds Trumps ausgelöste Verfall des Pesos sorgt für schwindende Einnahmen.
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Das bislang florierende Geschäft in Mexiko wandelt sich mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump für die spanische Großbank BBVA zu einem Ballast. Weil der mexikanische Peso drastisch an Wert verloren hat, fiel der Gewinn der zweitgrößten spanischen Bank im abgelaufenen Quartal um fast 30 Prozent. Auch eine Sonderbelastung im Hypothekengeschäft schlug negativ zu Buche, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Mit 678 Millionen Euro lag der Nettogewinn aber noch deutlich über den Vorhersagen der Analysten, die im Schnitt lediglich mit 548 Millionen gerechnet hatten.

Auch dem Rivalen Santander machte der Währungsverfall auf einem Auslandsmarkt zuletzt zu schaffen. Das größte Geldhaus der Euro-Zone litt unter den Folgen des Brexit-Votums, das das Großbritannien-Geschäft schwächeln ließ. Das Institut konnte die Delle aber mit einer Belebung auf dem brasilianischen Markt mehr als wettmachen.

Ohne die Währungseffekte hätte Mexiko für BBVA ein Gewinnplus abgeworfen. Doch Trumps Pläne für einen Mauerbau an der Grenze und hohe Importzölle zwangen den Peso zuletzt in die Knie. In Spanien kämpft BBVA zudem mit einem mauen Kreditgeschäft. Kostensenkungen sollen das abfedern. Für das Gesamtjahr 2016 legte die Bank ein um knapp ein Drittel gestiegenes Ergebnis von 3,5 Milliarden Euro vor. Der deutliche Zuwachs basierte auf einer Sonderabschreibung in der Türkei von 1,8 Milliarden Euro im Vergleichsjahr 2015. BBVA-Aktien legten im Handelsbeginn mehr als zwei Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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