Sparda-Banken: Kunden drohen höhere Preise

Sparda-Banken
Kunden drohen höhere Preise

Nach den Sparkassen gehen auch die genossenschaftlichen Sparda-Banken davon aus, dass Kunden künftig mehr zahlen müssen. Dies sei „betriebswirtschaftlich notwendig“, heißt es.

Frankfurt„Ich rechne damit dass wir auf breiter Front Preissteigerungen sehen werden“, sagte Joachim Wuermeling, Chef des Verbandes der Sparda-Banken. Das werde sich bei den Gebühren und möglicherweise auch bei Kreditzinsen äußern.

Inwiefern die Sparda-Banken das umsetzen – darüber wolle er nicht spekulieren, so Wuermeling. Die Reaktion bezeichnete er aber angesichts der Strafzinsen und der steigenden Kosten als „betriebswirtschaftlich notwendig“. Die Europäische Zentralbank verlangt einen Strafzins von 0,4 Prozent, wenn Geldhäuser über Nacht Liquidität bei ihr parken. Die Banken geben diese negativen Einlagenzinsen bisher zwar teils an Firmen, nicht aber an Privatkunden weiter.

Auch andere Banker haben entsprechende Schritte avisiert. So sagte Deutsche-Bank-Chef John Cryan kürzlich, dass Geldhäuser Einbußen im Einlagengeschäft ausgleichen müssten – etwa indem sie Kredite teurer machten. Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon erwartet höhere Gebühren: „Wir werden angesichts der Zinslandschaft unsere Leistungen verursachungsgerechter bepreisen müssen.“

Über die Gebühren entscheiden allerdings die Kreditinstitute selbst, nicht die Verbände. Einzelne Sparda-Banken haben bestimmte Preise auch bereits angehoben. Dabei ist Wuermeling zufolge klar, dass die zwölf Sparda-Banken an ihrem kostenlosen Girokonto festhalten. Das ist auch in den Satzungen der Häuser, die ursprünglich Spar- und Darlehenskassen für Eisenbahnbeamte waren, verankert. Im Jahr 2015 verdienten die Banken 116 Millionen Euro, etwa 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

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