Sparkasse Berlin
„Operation am offenen Herzen“

Wäre die Berliner Sparkasse eine reine Sparkasse, dann stünde sie im Ranking der deutschen Sparkassen auf Platz eins. Noch aber steckt sie mitten im Umbau – von der Landesbank zur Sparkasse.

Frankfurt Schaut man auf die Bilanzsumme, steht die Berliner Sparkasse ganz oben auf der Liste der deutschen Sparkassen – ganz, wie es sich für die Sparkasse in der Hauptstadt gehört. Knapp 48 Milliarden Euro schwer ist die Bilanz, und damit ist das Institut größer als die Hamburger Sparkasse (Haspa), die im Ranking der 409 deutschen Sparkassen den Spitzenplatz belegt.

Doch in Berlin ist alles etwas anders. Denn die Berliner Sparkasse steckt noch im Umbau von einer Landesbank zu „sparkassentypischen Geschäftsstrukturen“. Dieser Umbau gehe jetzt in die „Endphase, verlangt aber weiter volle Anstrengung“, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Als eine „Operation am offenen Herzen“ hat Vorstandschef Johannes Evers den Job einmal bezeichnet.

Der Hintergrund: Bis 2017 und damit binnen drei Jahren soll die ehemalige Landesbank Berlin (LBB) auf die Funktionen einer Hauptstadtsparkasse reduziert werden. Die einstige Bankgesellschaft, zu der auch die Landesbank gehörte, hatte sich mit riskanten Immobiliengeschäften verspekuliert, 2001 stand das Institut am Rande des Ruins.

Das Land Berlin musste mit Milliardenhilfen einspringen - unter der Auflage der EU-Kommission, sich nach der Sanierung von ihren Anteilen zu trennen. Während die Berliner Bank an die Deutsche Bank verkauft wurde, erhielten die Sparkassen den Zuschlag für die Landesbank Berlin. Rund 5,5 Milliarden Euro zahlten die Sparkassen 2007 für das Institut - ein Jahr vor Ausbruch der Finanzkrise.

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