Sparkasse übernimmt GiroSolution
Wie die Sparkassen Paypal angreifen wollen

Die Sparkassen übernehmen das Start-up GiroSolution. Mit dem Kauf des Meeresburger Unternehmens will die Finanzgruppe nicht nur Onlineüberweisungen erleichtern, sondern auch Paypal die Stirn bieten.
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FrankfurtDie Sparkassen-Finanzgruppe baut ihr Angebot im Wachstumsmarkt für Online-Bezahlverfahren durch eine weitere Übernahme aus. Die Tochter Deutscher Sparkassenverlag gab am Montag den Kauf des Zahlungslogistikers GiroSolution bekannt. Die Firma aus Meersburg am Bodensee liefert unter anderem Kommunen die Infrastruktur, damit diese Zahlungen online abwickeln können. In diesem Geschäft konkurrieren die Sparkassen unter anderem mit dem amerikanischen Bezahldienst Paypal. Die Ebay-Tochter hat bereits einige deutsche Kommunen als Kunden gewonnen und die einheimischen Geldhäuser damit in Aufruhe versetzt.

Ende vergangenen Jahres haben die Sparkassen bereits die Mehrheit an der Kieler Firma Payone übernommen, die Online-Shops die Technik zur Abwicklung von Bezahlungen liefert. Payone und GiroSolution haben andere Schwerpunkte, aber auch überlappende Geschäfte. Die Sparkassen erhoffen sich durch diese Übernahmen auch Erkenntnisse für den Aufbau eines deutschen Online-Bezahldienstes, an dem sie zusammen mit Privatbanken und genossenschaftlichen Instituten arbeiten. Ende des Jahres soll „Pay Direkt“ an den Start gehen.

Zu den Kunden von GiroSolution zählen neben deutschen Kommunen und Ländern auch Firmen wie Air Berlin oder die Ticketplattform CTS Eventim. Hermann Stengele, der 25 Jahre Sparkassen-Vorstand war, hat die Firma nach seiner Pensionierung 2011 gegründet. Das „Senioren-Start-up“ hat 15 Mitarbeiter und arbeitet bereits heute mit mehr als 150 Sparkassen in Deutschland zusammen. Zum Kaufpreis wollten sich beide Seiten nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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