Sparkasse Ulm und Anleger
Scala-Streit ist endlich vorbei

Seit mehr als zwei Jahren gibt es Zoff um die Scala-Sparverträge der Sparkasse Ulm. Der Streit landete vor Gericht. Jetzt einigen sich das Geldhaus und Kunden auf einen Vergleich.
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Frankfurt Manfred Oster, Chef der Sparkasse Ulm, ist jetzt eine Sorge los – den Streit um die so genannten Scala-Sparverträge des Geldhauses: „Wir können den gesamten Sachverhalt im großen Einvernehmen mit unseren Kunden jetzt endgültig zum Abschluss bringen“, sagte Oster am Freitag. Das Geldhaus hat sich mit mehreren Kunden, die wegen der Scala-Verträge vor Gericht gezogen waren, auf einen Vergleich geeinigt. Das teilten die Sparkasse und der Anwalt der Kunden, Christoph Lang, mit.

Auch Lang zeigte sich erfreut über den Vergleich – dessen Details beide Seite nicht verraten wollen. „Wir, die Anwälte der IP-Kanzlei Lang, sind froh, dass die circa drei Jahre dauernden Scala-Streitigkeiten damit einvernehmlich beigelegt werden konnten“, so der Jurist.

Nach Einvernehmen sah es allerdings lange nicht aus. Seit mehr als zwei Jahren gab es Zoff um die lukrativen Sparverträge. Dabei ist der öffentliche Streit um Sparverträge ist ein Novum in Deutschland.

Im Fall Scala geht es um gut 20.000 Besitzer sehr lang laufender, hochverzinster Sparverträge. Die Sparkasse Ulm hatte Tausende Kunden aus teils noch lang laufenden Verträgen gedrängt, weil sie wegen der Niedrigzinsphase in der Euro-Zone mit den Verträgen nun Verluste macht. Die attraktiven Verträge bieten Zinsen von teils mehr als drei Prozent und laufen noch bis maximal 2030.

Zuletzt waren rund 14.000 Sparer auf Alternativangebote eingegangen, die für etliche Kunden aber schlechter verzinst sind oder nicht so lange laufen wie die Scala-Verträge. „Scala“ ist das italienische Wort für „Treppe“ - bei den Verträgen erhalten Sparer zusätzlich zum variablen Grundzins einen steigenden Bonus von teils 3,5 Prozent.

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Scala-Streit ist endlich vorbei

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Einige Kunden wollen die Verträge behalten

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