Sparkassen und Volksbanken fühlen sich übergangen: Bildungskredite der KfW sorgen für Ärger

Sparkassen und Volksbanken fühlen sich übergangen
Bildungskredite der KfW sorgen für Ärger

Volksbanken und Sparkassen haben das Vorpreschen der bundeseigenen KfW-Bankengruppe bei der Vergabe von möglichen Studienkrediten kritisiert. „Die derzeitige ausschließliche Kreditvergabe der KfW ist der falsche Weg“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Christopher Pleister, gestern in Berlin.

fmd/kk BERLIN. Es sei „völlig unverständlich, warum diejenigen, die dafür am Markt zuständig seien, bislang völlig außen vor gelassen wurden“, so Pleister. Es ist nicht das erste Mal, dass Pläne der KfW die Kreditbranche in Erstaunen versetzen. So halten Volksbanken und Sparkassen auch die Initiative zur Schaffung einer Kreditfabrik im Kern für überflüssig.

KfW-Vorstandschef Hans Reich hatte am Montag angekündigt, zum kommenden Wintersemester einen Studienkredit anzubieten. Dieser soll unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern gewährt werden und auch dann zum Zug kommen, wenn doch keine Studiengebühren eingeführt werden sollten. Die jährliche Zinsbelastung läge bei fünf Prozent.

Der BVR und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband reagierten gestern mit einem Schreiben an das Bundeswirtschafts- und das Bundesbildungsministerium. Sie schlagen darin vor, gemeinsam mit der Bundesregierung ein Finanzierungskonzept für Bildungskredite zu entwerfen. Es sei durchaus denkbar, dass auch Banken und Sparkassen, abgesichert durch eine staatliche Rückversicherung, marktübliche Bildungskredite vergeben.

Auch für andere Finanzdienstleister ist das Thema interessant. „Wir verfolgen das Thema Studiengebühren sehr aufmerksam“, sagte ein Sprecher der auf Akademiker spezialisierten MLP. „Wir werden darüber diskutieren, ob wir in diesem Rahmen Produkte anbieten werden."

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