Online-Bezahldienste

Wo die Sparkassen Paypal hinter sich lassen

Der US-Onlinebezahldienst Paypal ist mit 16 Millionen privaten Nutzern in Deutschland Schreck der Kreditinstitute. Der deutsche Konkurrent Paydirekt steckt in den Anfängen – ist in einem Bereich aber sehr erfolgreich.
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Der Online-Bezahldienst hat in Deutschland viele private Kunden. Auch bei einigen Kommunen kann man über Paypal bezahlen. Doch die Sparkassen haben mit ihrem Angebot aufgeholt. Quelle: AP
Paypal

Der Online-Bezahldienst hat in Deutschland viele private Kunden. Auch bei einigen Kommunen kann man über Paypal bezahlen. Doch die Sparkassen haben mit ihrem Angebot aufgeholt.

(Foto: AP)

FrankfurtLange haben die deutschen Banken gezögert. Ende vergangenen Jahres startete dann das gemeinsame Online-Bezahlsystem Paydirekt. Damit wollen die Geldhäuser dem US-Wettbewerber Paypal Paroli bieten. Denn Paypal hat nach eigenen Angaben 16 Millionen aktive Kunden in Deutschland.

Noch etwas länger als private und genossenschaftliche Banken brauchten die deutschen Sparkassen, bis sie sich entschlossen bei Paydirekt mitzuziehen. Ihre Kunden können sich dort erst seit Frühjahr registrieren.

Bisher haben sich rund 250.000 Privatkunden bei Paydirekt angemeldet. „Da sind wir sehr zufrieden“, sagte Paydirekt-Geschäftsführer Niklas Bartelt Ende Juni. Im Vergleich zu Paypal ist das nicht viel, was auch daran liegt, dass bisher nur rund 100 Onlineshops mitziehen – darunter kaum ein ganz großer.

Jetzt aber soll die Zahl der Kunden endlich richtig steigen. Die gut 400 Sparkassen jedenfalls werben jetzt ordentlich, um auf Paydirekt aufmerksam zu machen.

An anderer Stelle ist es den öffentlich-rechtlichen Instituten bereits gelungen, Paypal abzuhängen: Wenn es um Onlinezahlungen in Kommunen geht. Inzwischen haben rund 500 deutsche Kommunen einen Vertrag für das Sparkassen-System Girocheckout abgeschlossen. Über Girocheckout - das System stammt von der Firma Girosolution, die letztlich den deutschen Sparkassen gehört - lassen sich verschiedene Bezahlverfahren abwickeln, per Lastschrift, Kreditkarte oder online (Giropay). Auch Paydirekt spielt hier eine Rolle.

„Jetzt gilt es, noch mehr Kommunen dafür zu gewinnen, dies auch konkret zu tun“, sagt Hermann Stengele, Vorstand von Girosolution. Sein nächstes Ziel: „Bis Jahresende wollen wir in Summe 800 bis 1.000 Kommunen, Städte, Gemeinden und Behörden mit einem Girocheckout-Vertrag versorgt haben.“ Der Hintergrund: Kommunen sind künftig per Gesetz dazu verpflichtet, dass Bürger bestimmte Behördengänge elektronisch abwickeln können – da ist es hilfreich, wenn man auch gleich online bezahlen kann.

Paypal hat das Geschäft mit Kommunen früh entdeckt
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13 Kommentare zu "Sparkassen vs. Paypal: Wo das Geldhaus den Online-Bezahldienst hinter sich lässt"

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  • Als Kunde kaufe ich nur , bei Lieferung gegen Rechnung und auch nur bei Liefernaten, wo ich ggf. auch gegen Vorkasse bestelle !
    Als Lieferant halte ich es genau andersrum . Ganz einfach !

  • So ist das, nicht mal eine IP Nummer.

  • Das ich daran nicht gedacht habe! Es gibt weder Sie noch irgendwelche Daten von Ihnen. Auch keine Fingerabdrücke, keine Krankenakte und keine Zeugen, die jemals mit Ihnen gesprochen haben. Sie werfen nicht mal einen Schatten draußen. Praktisch!

  • Nach dieser Beschreibung sind die Onlinebezahlsysteme der privaten Banken und Sparkassen reine bargeldlose Bezahlsysteme. Bei paypal haben aber beide Vertragspartner - Zahler und Empfänger - zusätzlich die Sicherheit, das bei fehlerhafter Lieferung oder nicht eingelöster Zahlung, paypal als Versicherung auftritt und den Geschädigten schadenfrei hält. Ferner findet eine absolut zeitgleiche Wertstellung auf beiden Seiten statt, solange die Zahlung aus einem paypal Guthaben getätigt wird.
    Und last but not least ist es weltweit verfügbar.

  • Digitalwährungen wie Bitcoin sind besser als Paypal: blitzschnell, global, ohne Transaktionskosten, außerhalb des Bankensystems - und vor allem anonym. Digitalwährungen außerhalb des staatlichen Monopolgeldes kommen auch noch am ehesten der Forderung Friedrich August von Hayeks nach KONKURRIERENDEM PRIVATGELD nahe.
    Noch besser als Bitcoin sind gedeckte Digitalwährungen. Die gab es auch schon einmal mit großem Erfolg. Aber sie waren eine zu große Gefahr für das Staat- / Bankenkartell, wie man am Beispiel von e-Gold sehen kann:
    http://www.cnet.com/news/judge-spares-e-gold-directors-jail-time/

  • Sofern es sie überhaupt gibt.

  • Verstehe. Sie führen Scheinkäufe durch, um die Leute zu verwirren. Oder Sie arbeiten bei Paypal. Denn in allen anderen Fällen bekommt Paypal alle für sie relevanten Daten, das ist nicht wegzudiskutieren.

  • http://www.handelsblatt.com/video/panorama/skurriler-raubueberfall-saucooler-imbiss-besitzer-ignoriert-maskierten-dieb-mit-pistole/13866166.html

    Der Typ im Filmchen hat auch keine Karte.

  • Als das Kartenzeugs vor Jahren aufkam, konnte man endlich überall auf der Welt
    einkaufen, ich finde das Klasse. Zum Deppen kam man nur sagen, die Leute bekommen nur Daten, von denen ich will, daß sie sie bekommen.

  • Eine Geld-zurück-Garantie hat Paydirekt auch. Höchste Zeit, dass paypal Konkurrenz bekommt!

    Hatte mich bei paypal kaum angemeldet, kam es zu drei betrügerischen Abbuchungen bei mir: zwei aus Rumänien, eine aus Polen. Wochenlange Versuche von mir, mit paypal über verschiedene Online-Wege in Kontakt zu kommen.

    Am Ende war sogar die Kündigung der paypal-Verbindung nur per eingeschriebenem Brief (mit Rückschein!) an die Zentrale in Luxemburg erfolgreich.

    Da bleibt nur ein Fazit: Finger weg von dem Scheißladen!!!

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