Sparkassen vs. Paypal
Wo das Geldhaus den Online-Bezahldienst hinter sich lässt

Der US-Onlinebezahldienst Paypal ist mit 16 Millionen privaten Nutzern in Deutschland Schreck der Kreditinstitute. Der deutsche Konkurrent Paydirekt steckt in den Anfängen – ist in einem Bereich aber sehr erfolgreich.
  • 13

FrankfurtLange haben die deutschen Banken gezögert. Ende vergangenen Jahres startete dann das gemeinsame Online-Bezahlsystem Paydirekt. Damit wollen die Geldhäuser dem US-Wettbewerber Paypal Paroli bieten. Denn Paypal hat nach eigenen Angaben 16 Millionen aktive Kunden in Deutschland.

Noch etwas länger als private und genossenschaftliche Banken brauchten die deutschen Sparkassen, bis sie sich entschlossen bei Paydirekt mitzuziehen. Ihre Kunden können sich dort erst seit Frühjahr registrieren.

Bisher haben sich rund 250.000 Privatkunden bei Paydirekt angemeldet. „Da sind wir sehr zufrieden“, sagte Paydirekt-Geschäftsführer Niklas Bartelt Ende Juni. Im Vergleich zu Paypal ist das nicht viel, was auch daran liegt, dass bisher nur rund 100 Onlineshops mitziehen – darunter kaum ein ganz großer.

Jetzt aber soll die Zahl der Kunden endlich richtig steigen. Die gut 400 Sparkassen jedenfalls werben jetzt ordentlich, um auf Paydirekt aufmerksam zu machen.

An anderer Stelle ist es den öffentlich-rechtlichen Instituten bereits gelungen, Paypal abzuhängen: Wenn es um Onlinezahlungen in Kommunen geht. Inzwischen haben rund 500 deutsche Kommunen einen Vertrag für das Sparkassen-System Girocheckout abgeschlossen. Über Girocheckout - das System stammt von der Firma Girosolution, die letztlich den deutschen Sparkassen gehört - lassen sich verschiedene Bezahlverfahren abwickeln, per Lastschrift, Kreditkarte oder online (Giropay). Auch Paydirekt spielt hier eine Rolle.

„Jetzt gilt es, noch mehr Kommunen dafür zu gewinnen, dies auch konkret zu tun“, sagt Hermann Stengele, Vorstand von Girosolution. Sein nächstes Ziel: „Bis Jahresende wollen wir in Summe 800 bis 1.000 Kommunen, Städte, Gemeinden und Behörden mit einem Girocheckout-Vertrag versorgt haben.“ Der Hintergrund: Kommunen sind künftig per Gesetz dazu verpflichtet, dass Bürger bestimmte Behördengänge elektronisch abwickeln können – da ist es hilfreich, wenn man auch gleich online bezahlen kann.

Seite 1:

Wo das Geldhaus den Online-Bezahldienst hinter sich lässt

Seite 2:

Paypal hat das Geschäft mit Kommunen früh entdeckt

Kommentare zu " Sparkassen vs. Paypal: Wo das Geldhaus den Online-Bezahldienst hinter sich lässt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Als Kunde kaufe ich nur , bei Lieferung gegen Rechnung und auch nur bei Liefernaten, wo ich ggf. auch gegen Vorkasse bestelle !
    Als Lieferant halte ich es genau andersrum . Ganz einfach !

  • So ist das, nicht mal eine IP Nummer.

  • Das ich daran nicht gedacht habe! Es gibt weder Sie noch irgendwelche Daten von Ihnen. Auch keine Fingerabdrücke, keine Krankenakte und keine Zeugen, die jemals mit Ihnen gesprochen haben. Sie werfen nicht mal einen Schatten draußen. Praktisch!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%