Sparkassenpräsident
Heinrich Haasis sagt Adé

Eine Ära geht zu Ende: Der Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis will nach Ablauf seines Vertrages in den Ruhestand treten. Ein potentieller Nachfolger steht schon fest. Allerdings liebäugeln auch andere mit dem Amt.
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DüsseldorfSein letztes großes Interview hatte Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis vor rund zwei Wochen dem Handelsblatt gegeben. Dabei hatte er deutlich gemacht, dass er nicht für eine vollständige Amtszeit zur Verfügung steht. „Das wären sechs Jahre und ich wäre dann über siebzig, das wäre ja Wahnsinn“, hatte er in der Berliner Zentrale in der Charlottenstraße gesagt. Allerdings hatte er zu diesem Zeitpunkt noch offen gelassen, ob er sich noch einmal für zwei oder drei Jahre an die Spitze des einflussreichen Verbands wählen lässt. Nun steht es fest: Haasis tritt ab.

Die Ankündigung im Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) kam für die Beteiligten überraschend. Haasis sagte nach Angaben von Teilnehmern, er wolle zu einem Zeitpunkt gehen, „an dem alle Bedauern, dass man geht.“ Als Nachfolger hat bereits Rolf Gerlach, der Präsident der westfälischen Sparkassen, in der Vorstandssitzung seine Bereitschaft, zu kandidieren, signalisiert. Allerdings rechnen Insider auch mit externen Kandidaten aus dem Lager der Politik, wobei auch Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär in Finanzministerium, genannt wird. Entschieden wird über die Nachfolge Ende November.

Haasis hatte zuletzt seine erfolgreiche Präsidentschaft mit zwei Meisterstücken gekrönt. Er fädelte die Übernahme der Verbundbank der WestLB durch die Landesbank Hessen-Thüringen ein und orchestrierte zuvor die vollständige Übernahme des Vermögensverwalters Dekabank durch die Sparkassen. „Viele Leute haben den Zeitpunkt zum richtigen Absprung verpasst“, hatte Haasis vor Tagen im kleinen Kreis gesagt und damit seine Entscheidung angedeutet. Haasis hatte im Rahmen seiner persönlichen Lebensplanung für den Ruhestand bereits vor geraumer Zeit seine Immobilie in Stuttgart veräußert und sich ein Anwesen an einem See in Oberbayern gesucht. Im DSGV zeigten sich die Mitarbeiter am Donnerstagabend teilweise regelrecht geschockt. „Das hat viele getroffen“ sagte ein Verbandsangestellter.

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  • Herr Haasis ist als "Bankier" eine Außnahmeerscheinung unter den Personen die in der Öffentlichkeit stehen. Im verborgenen gibt es noch viele rechtschaffene Menschen. Es gibt noch Hoffnung.

  • Ein toller Mann verlässt die Bühne. Unaufgeregt, fleißig, für alle ein offenes Ohr. Unglaublich, wie schnell er sich in das Sparkassengeschäft eingearbeitet, Probleme erkannt und gelöst hat. Er wird eine große Lücke hinterlassen, aber er ist viel zu sehr Politiker, um nicht mit Rat und Tat auch in seinem Ruhestand noch hilfreich Einfluss zu nehmen. Alles Gute!

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