Sparkurs bei Privatank
HSBC Trinkaus baut weiter Stellen ab

Die Privatbank HSBC Trinkaus hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als im Vorjahr. Die Tochter des britischen Finanzkonzerns HSBC kämpft mit einer Gewinnschwäche in der Vermögensverwaltung.
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DüsseldorfBei der Privatbank HSBC Trinkaus haben sich die Geschäfte wieder belebt. Nachdem das Düsseldorfer Institut zum Halbjahr noch einen Gewinnrückgang verschmerzen musste, stieg der Überschuss nun im dritten Quartal auf 44 (Vorjahreszeitraum: 30) Millionen Euro. Nach neun Monaten waren es knapp 125 Millionen Euro - ein Plus von acht Prozent, wie die Tochter der britischen Großbank HSBC am Mittwoch mitteilte.

Während Trinkaus mit institutionellen Kunden, Firmenkunden und im Handel mehr verdiente, schwächelte abermals die Vermögensverwaltung. Denn reiche Privatkunden halten sich im Krisenumfeld mit Kapitalanlagen zurück, die Berater können hier kaum etwas verdienen.

Zwar peilt Trinkaus im Gesamtjahr weiter ein Ergebnis auf Vorjahresniveau an. Doch wie andere Banken auch blicken die Düsseldorfer eher mit gemischten Gefühlen in die Zukunft: Denn gerade das lukrative Geschäft mit Fusionen und Übernahmen hat noch nicht wieder auf breiter Front angezogen. Um für die Abschwächung der Konjunktur gewappnet zu sein, hat sich die Bank schon vor einiger Zeit einen Sparkurs verordnet.

So haben im bisherigen Jahresverlauf rund 100 Mitarbeiter die Bank verlassen, nach Konzernangaben gab es aber keine Kündigungen. "Die Zahl der Mitarbeiter wird auch in den kommenden Monaten weiter leicht rückläufig sein", schrieb Trinkaus-Chef Andreas Schmitz, zugleich Präsident des Bankenverbandes BdB, im Zwischenbericht. Bei Großbanken wie der Schweizer UBS oder der Deutschen Bank fällt der Jobabbau aber ungleich größer aus.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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