Sparkurs
Commerzbank dünnt Führungsriege aus

Harter Sparkurs: Commerzbank-Chef Martin Blessing verkleinert die Führungsmannschaft des angeschlagenen Kreditinstitutes. Auch bei den Bereichsleitern will der Manager sparen.
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DüsseldorfDie Pläne der Commerzbank für die Straffung ihrer Führungsstruktur werden konkreter. Das Institut will noch in diesem Jahr auf etwa zehn der rund 51 Bereichsvorstände der Bank verzichten, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen dem Handelsblatt.

Bislang war nur bekannt, dass die Bank Einschnitte in der zweiten Führungsebene vornehmen wird. Auch auf der dritten Managementebene, also der Ebene der Bereichsleitern, will die Bank sparen. Über das Ausmaß und den Zeitplan sei aber noch nicht entschieden worden, hieß es in der Bank. Ein Commerzbank-Sprecher wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Nachdem die Bank vor wenigen Wochen den Abbau von rund 5200 Stellen angekündigt hatte, dünnt die Commerzbank nun auch ihre Führungsspitze aus. Heute stimmt der Aufsichtsrat über die Abberufung von zwei der neun Commerzbank-Vorstände ab. Nach Informationen des Handelsblatts handelt es sich um die für die Abwicklungssparte NCA zuständigen Manager Jochen Klösges und Ulrich Sieber.

Vor allem Siebers Abberufung ist umstritten, da er auch Arbeitsdirektor ist. Der Gesamtbetriebsratschef der Commerzbank, Uwe Tschäge, hatte gegenüber dem Handelsblatt die Kommunikationspolitik bei der Entscheidung kritisiert: „Das ist nicht mit uns beraten worden“, sagte Tschäge, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Instituts ist.

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  • Da wundert sich der geneigte Angler doch sehr: "Seit wann soll der Fisch am Halse sinken?"

  • Die Bank hat sicherlich aus der Übernahme der Dresdner noch eine große Anzahl an Doppelbesetzungen. Es ist deshalb endlich der richtige Schritt damit aufzuräumen. Möglicherweise kann ein Drittel des Wasserkopfes (Direktoren, Bereichsleiter, Vorstände etc... samt aller dazugehörigen Wasserträger) ohne operative Einschränkung entlassen werden. Ob Blessing am Ende dieses Weges noch seinen Posten hat oder nicht, ist nicht entscheidend, aber jemand muss schließlich die Drecksarbeit machen und dafür wird derzeit wohl kein Anderer bereit sein.

  • Solange das Gespann Müller/Blessing am Ruder ist, wird die Bank nicht erfolgreich sein. Da wird zwar ständig was neues "versucht". Dabei bleibt es dann aber auch. Erfolg sieht anders aus. Das Management hat einfach keinen Plan und die Aktionäre lassen alles so laufen. Selbst schuld, was anderes haben sie - inkl. Bundesregierung - dann auch nicht verdient.

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