Sparkurs
Commerzbank will auch bei Top-Managern Stellen streichen

Um die Commerzbank zu retten, könnte es auch den hohen Tieren an den Kragen gehen. Damit die Einsparungen reichen, könnten bald auch schon Vorstände und führende Manager ihren Job los sein.
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FrankfurtDer Stellenabbau bei der Commerzbank wird Finanzkreisen zufolge vor den obersten Führungsetagen nicht Halt machen. Auch unter den neun Vorstandsmitgliedern und vor allem unter den 51 Bereichsvorständen sollen Positionen wegfallen, wie eine mit den Plänen vertraute Person Reuters am Freitag sagte. „Es ist klar, dass man für eine so stark geschrumpfte Bank weniger Manager braucht - zumal, wenn gleichzeitig mehr als 5000 Stellen an der Basis abgebaut werden.“ Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete am Freitag, von den neun Vorstandsposten sollten nur sieben bleiben. Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller werde sich darüber in den nächsten Wochen mit Vorstandschef Martin Blessing „eng austauschen“.

Die Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern. Die Gespräche stehen dem Insider zufolge aber noch ganz am Anfang. Ein erster Versuch Blessings, den Vorstand zu verkleinern, war vor einem Jahr gescheitert. Nach der Entscheidung, das Immobilien- und das Schiffsfinanzierungsgeschäft einzustellen, sollte der dafür im Vorstand zuständige Jochen Klösges Aufsichtsratskreisen zufolge gehen. Doch die Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat hätten eine Millionen-Abfindung für das falsche Signal gehalten. Nun kümmert sich Klösges gemeinsam mit Ulrich Sieber um die Abwicklung der internen "Bad Bank". Sieber ist zugleich Personalchef der Bank.

Neben den drei Spartenchefs Martin Zielke (Privatkunden), Markus Beumer (Mittelstand) und Michael Reuther (Investmentbank) sitzen im Commerzbank-Vorstand auch Finanzchef Stephan Engels, der für das Risikomanagement zuständige Stefan Schmittmann und der als Chief Operating Officer fungierende Frank Annuscheit. Unter den 51 Bereichsvorständen sind vier Frauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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