Sparmaßnahmen NordLB will auch bei der Deutschen Hypo Arbeitsplätze abbauen

Die NordLB macht mit ihrem Stellenabbau weiter. Als nächstes nimmt sie die Immobilientochter Deutsche Hypo unter die Lupe. Mehr als 1000 Stellen sollen verschwinden.
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Die NordLB leidet vor allem unter faulen Schiffskrediten. 2016 fuhr die Landesbank Rekordverluste ein. Quelle: dpa
Landesbank Nord LB

Die NordLB leidet vor allem unter faulen Schiffskrediten. 2016 fuhr die Landesbank Rekordverluste ein.

(Foto: dpa)

MagdeburgDie NordLB nimmt beim geplanten Jobabbau auch die ertragsstarke Immobilientochter Deutsche Hypo unter die Lupe. „Wir bringen jetzt natürlich die Deutsche Hypothekenbank wieder mit rein in die Diskussion“, sagte der stellvertretende Konzernchef Hinrich Holm am Montag in Magdeburg.

Auf der Suche nach Optionen für eine Kapitalstärkung hatte die Landesbank den Verkauf des Immobilienfinanzierers durchgespielt, dann aber abgeblasen. Man wollte nicht auf die Erträge der Firma verzichten. Die Hannoveraner wollen aber bis 2020 rund 1250 der etwa 6000 Arbeitsplätze streichen. Rund 450 Stellen davon entfielen auf die Integration der Bremer Landesbank, sagte Holm. „Wir haben noch 800, die wir in der Rest-NordLB finden müssen.“

Dabei schaue man sich auch den Bereich der Kreditverarbeitung an, der verschlankt werden solle. „Da wird eine große Zahl rauskommen“, fügte Holm hinzu. Der Abbau soll sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne gehen. Im Herbst könne man sagen, wie stark einzelne Standorte betroffen seien.

Die NordLB leidet unter faulen Schiffskrediten und hatte deshalb 2016 einen Rekordverlust von rund 1,9 Milliarden Euro verbucht. Im vorigen Jahr gelang die Rückkehr in die Gewinnzone. Aber Vorstand und Eigner prüfen derzeit, wie die Kapitalpuffer des Instituts gestärkt werden können – ohne dass die EU-Kommission wegen staatlicher Gelder ein Beihilfeverfahren mit harten Auflagen einleitet.

Eine Option ist die Öffnung der Bank für private Investoren. Holm sagte, Träger und Bank seien im Gespräch dazu. Niedersachsen ist mit gut 59 Prozent größter Eigner der NordLB, die Sparkassen des Landes halten rund 26 Prozent, Sachsen-Anhalt fast sechs Prozent.

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