Spekulationen über vorzeitigen Rücktritt beendet Sandy Weill bleibt bis April im Amt

Sanford „Sandy“ Weill, der Aufsichtsratsvorsitzende der US-Großbank Citigroup, dementiert Rücktrittsgerüchte. „Ich beabsichtige, bis zum Ende meiner Amtszeit zu bleiben, die planmäßig bei der nächsten Hauptversammlung im April 2006 ausläuft“, schrieb Weill in einer E-Mail an Citigroup-Beschäftigte, die dem Handelsblatt vorliegt. Damit zog er einen Schlussstrich unter Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt.

tmo NEW YORK. Beiläufig bestätigte der 72-jährige Konzerngründer, dass er neue Pläne schmiedet: „Es ist in der Presse viel berichtet worden über meine Idee, einen neuen Private-Equity-Fonds zu gründen.“

Laut US-Medienberichten langweilt Weill sich bei Citigroup, weil im Konzern längst Vorstandschef Charles „Chuck“ Prince das Kommando führt. Weill, der Citigroup in mehreren Großübernahmen schmiedete, agiert nur noch als Berater. Seinen Plan eines vorzeitigen Rücktritts gab Weill laut US-Medien jedoch auf, nachdem er darüber in einen Streit mit seinen Aufsichtsratskollegen geriet. Angeblich verlangten einige Citigroup-Kontrolleure, dass Weill bei einem früheren Abschied auf Privilegien wie die lebenslange Nutzung eines Dienstwagens und Firmenjets verzichtet. Dazu nahm Weill in seiner E-Mail nicht Stellung. Eine Citigroup-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab.

Offen ließ Weill auch, was aus seinen Private-Equity-Plänen wird. Laut Pressemeldungen wollte er einen bis zu fünf Mrd. Dollar schweren Beteiligungsfonds gründen und hatte als Geldgeber bereits den saudi-arabischen Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal gewonnen. Alwaleed ist gleichzeitig Citigroups größter Aktionär.

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