Spekulationsgeschäfte
Hedgefonds reduzieren Wetten gegen Deutsche Bank

Seit vergangener Woche haben zwei führende Hedgefonds ihre Spekulationsgeschäfte gegen Deutschlands größtes Bankhaus zurückgefahren. Experten hoffen auf einen Trend in der Branche.

London/New YorkZwei führende Hedgefonds haben ihre Spekulationsgeschäfte auf einen fallenden Kurs der Deutschen Bank zurückgefahren. Der britische Fonds Marshall Wace meldete zuletzt eine Leerverkaufsposition von 0,88 Prozent der Deutsche-Bank-Aktien. Ursprünglich waren es 1,03 Prozent.

Discovery Capital Management aus den USA reduzierte die Wetten gegen Deutschlands größtes Geldhaus auf 0,1 Prozent nach einem Höchststand von 0,61 Prozent. Beide begannen im Verlauf der vergangenen Woche mit der Auflösung ihrer Positionen, was auf wachsendes Vertrauen in das Institut hindeuten könnte. Die Hedgefonds wollten sich zu ihren Beweggründen nicht äußern.

Daten des Markit-Instituts zufolge könnte das Vorgehen der Fonds, die stark gegen die Deutsche Bank gewettet hatten, einen Trend in der Branche widerspiegeln. So sanken die Leerverkaufspositionen am Mittwoch insgesamt auf 5,34 Prozent der Deutsche-Bank-Aktien nach einem Höchststand von 6,39 Prozent am Dienstag.

Bei Leerverkäufen leihen sich Investoren Aktien und verkaufen sie sofort. Sie hoffen, die Papiere bis zum Rückgabetermin billiger zurückkaufen und die Differenz als Gewinn einstreichen zu können.

Der Hedgefonds Marshall Wace hatte mit seinen Leerverkäufen in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht. Inzwischen hat er sich die Commerzbank als Ziel seiner Spekulationen auf fallende Aktienkurse ausgesucht. Die Deutsche Bank hat derzeit an mehreren Fronten mit Problemen zu kämpfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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