Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklagebehörde weitet Ermittlungen gegen Breuer aus

Der Ex-Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, kommt unter Druck. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen ihn wegen dessen Äußerungen zum Kirch-Konzern auf den Verdacht der Untreue ausgeweitet.

HB FRANKFURT. Es handele sich aber nicht um ein neues Ermittlungsverfahren, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage.

Vielmehr seien die seit 2002 laufenden Ermittlungen gegen Breuer nach einer Anzeige von Kirchs Anwälten ausgeweitet worden. Der frühere Medienunternehmer Leo Kirch hatte nach der Pleite seines Unternehmens Anzeige gegen Breuer wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz und Kreditverleumdung gestellt. Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit Kirchs bezweifelt. Das Interview war nach Darstellung Leo Kirchs Ursache für die zwei Monate später eingetretene Insolvenz des Medienkonzerns.

Nach Informationen des „Spiegels“ sehen Kirchs Anwälte in der Äußerung Breuers auch eine Untreue gegenüber der Deutschen Bank selbst. Der Grund: Durch die Äußerung sei das Kreditinstitut in Misskredit gebracht worden, was einer Vermögensgefährdung gleich komme. Untreue wird mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet. Ein Ende der Ermittlungen ist nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft derzeit nicht abzusehen.

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