Staatsbank
Hypo Alpe Adria legt Firmenverkäufe auf Eis

Der österreichische Bankkonzern hat den Verkauf seines Österreich- und Italiengeschäfts verschoben. Derzeit seien keine Käufer in Sicht. Der Verkauf ist für die HGAA wichtig, weil so die Risiken für das Institut sinken.
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WienDie krisengeschüttelte Staatsbank Hypo Alpe Adria hat den Verkauf ihres Österreich- und Italiengeschäfts auf Eis gelegt. „Die derzeitigen Bewertungen von Banken sind so, dass wir im Moment nicht verkaufen wollen“, sagte HGAA-Chef Gottwald Kranebitter im österreichischen Radio Ö1. Beendet hat das österreichische Institut die Verkaufsprozesse aber nicht. „Wir bereiten uns darauf vor und wollen dann bereit sein
für diese Verkäufe, wenn sich ein Fenster auftut und auch wieder Käufer vorhanden sind“, sagte Kranebitter.

Die Trennung von großen Teilen des Geschäfts ist für die HGAA auch deshalb wichtig, weil dadurch die Risiken für das Institut sinken. Das ist wichtig, damit die Bank möglichst ohne neue Staatshilfen die von den Regulierern geforderten strengeren Kapitalquoten erfüllen kann. Kürzlich hatte die Nationalbank bei dem Institut einen mittelfristigen Kapitalbedarf von 1,5 Milliarden Euro festgestellt, den das Haus bis März 2012 decken soll. Die HGAA hatte erklärt, sie wolle die Lücke weitestgehend aus eigener Kraft schließen - über den Verkauf von Firmenteilen. Allerdings benötige sie dafür mehr Zeit.

Um die HGAA in der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren, hatte die Republik Österreich sie in einer Notaktion von der BayernLB übernommen, die sich mit dem Kauf der einstigen Kärntner Landesbank verhoben hatte. Ziel ist nun, die einzelnen Teile der Bank möglichst ohne Verlust zu verkaufen und die Bank geordnet abzuwickeln. Neben dem Österreich- und Italiengeschäft soll nach einer Sanierung auch das verbleibende Südosteuropa-Geschäft verkauft werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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