Staatsbank
Österreich plant Teilverkauf von Kommunalkredit

Vergangenes Jahr fand sich für die Staatsbank Kommunalkredit kein Käufer, nun will Österreich einen Teil des notverstaatlichten Instituts abstoßen. Immerhin hat die Bank zuletzt wieder Gewinn geschrieben.
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WienÖsterreich hat seine Verkaufspläne für den notverstaatlichten Gemeindefinanzierer Kommunalkredit noch nicht zu den Akten gelegt. Zwar war der Komplettverkauf des Instituts im vergangenen Jahr mangels geeigneter Interessenten gescheitert. Nun prüfe die staatliche Bankenholding Fimbag, ob ein Verkauf von bis zu 5,8 Milliarden Euro der Aktiva möglich sei, sagte Kommunalkredit-Chef Alois Steinbichler.

Das entspricht der Hälfte der Aktiva per Mitte 2013. Einen Teilverkauf in dieser Höhe habe die EU ermöglicht. „Es wird einen Prozess geben, der den EU-Auflagen entspricht“, sagte der Bankchef.

Die Kommunalkredit musste ihr Neugeschäft einstellen, nachdem Österreich nicht wie von der EU vorgeschrieben bis Mitte 2013 einen Käufer für die Bank gefunden hatte. Ein neuer Eigentümer könnte das Geschäft wieder ausbauen. Im ersten Halbjahr verbuchte die Kommunalkredit einen Gewinn von 8,4 Millionen Euro nach einem Minus von 17 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die nicht verkaufbaren Teile des Instituts könnte Österreich in dessen Bad Bank – die KA Finanz – auslagern. Diese habe ihr Portfolio seit der Krise um knapp 80 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zum Halbjahr abgebaut. Weitere Staatshilfen benötige derzeit weder die Kommunalkredit noch die KA Finanz, sagte Steinbichler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da haben sich die Herrschaften Geld für ihre Schrott-Imob.
    zugeteilt.

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