Stagnierende Gehälter
JP Morgan-Banker müssen auf Geld verzichten

Nach Strafzahlungen für umstrittene Wertpapier-Geschäfte müssen nun auch die Banker von JP Morgan mit weniger Einkommen rechnen. Größere Gehaltssteigerungen wird es im neuen Jahr wohl nicht geben.
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New YorkDie Banker von JP Morgan können sich Insidern zufolge nach den milliardenschweren Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten keine Hoffnung auf größere Gehaltssteigerungen machen. Die Entlohnung solle in diesem Jahr weitgehend stabil gehalten werden, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die weltweiten Geldhäuser haben ihre Bonus-Zahlungen seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor mehr als fünf Jahren ohnehin schon deutlich heruntergefahren. Sollte es aber nur sehr geringe oder gar keine Zuschläge geben, wäre die größte US-Bank zurückhaltender als viele Rivalen. Schätzungen zufolge dürften die Wall-Street-Banken und die großen Vermögensverwalter ihre Boni um fünf bis zehn Prozent anheben.

JP Morgan hat 255.000 Mitarbeiter, 156.000 davon sind im Privatkunden-, Hypotheken- und Kreditkartengeschäft tätig, in dem generell weniger gezahlt wird als im Investmentbanking. JP Morgan war im dritten Quartal zum ersten Mal seit knapp zehn Jahren wieder in die Verlustzone gerutscht. Grund waren Kosten von 9,2 Milliarden Dollar für Rechtsstreitigkeiten. Umstrittene Wertpapier-Geschäfte holten das sonst erfolgsverwöhnte Institut ein.

Den Insidern zufolge dürfte im Immobilienbereich die Entlohnung niedriger ausfallen als vor Jahresfrist. In der Vermögensverwaltung dürfte es dank der Aktienmärkte, die auf Rekordniveau liegen, mehr Geld geben. Im Investmentbanking, in dem es bei JPMorgan zuletzt Licht und Schatten gab, dürfte es insgesamt leicht nach oben gehen. Wie der Bonus von Bankchef Jamie Dimon ausfällt, ist noch unklar. 2012 war seine Vergütung auf 11,5 Millionen Dollar halbiert worden, vor allem wegen des Handelsskandals um den „Wal von London“, einen Händler, der mit riesigen Derivate-Positionen mehr als sechs Milliarden Dollar verzockt hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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