Standard Chartered
Britische Großbank will Filialen schließen

Die britische Großbank Standard Chartered will aus Kostengründen bis zu 100 der insgesamt rund 1250 Filialen weltweit schließen. Durch dieses Schritt will die Bank hunderte Millionen Dollar einsparen.
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LondonDie britische Großbank Standard Chartered will in etwa jede zwölfte Filiale schließen, um wieder profitabler zu werden. Hohe Kosten belasteten seit längerem das Privatkunden-Geschäft, begründete das Institut auf einer Investorenkonferenz in Hongkong den Beschluss.

Daher sei nun geplant, 80 bis 100 der knapp 1250 Filialen dichtzumachen. Der Schritt soll dazu beitragen, jährlich 400 Millionen Dollar einzusparen. Auch andere Banken verkleinern ihr Filialnetz, unter anderem weil Kunden verstärkt Online-Angebote nutzen.

Standard Chartered hat mehr als zehn Millionen Kunden in 34 Ländern. Die Bank konzentriert sich vor allem auf Asien. Zehn Jahre lang präsentierte sie immer neue Rekordzahlen, doch im Sommer 2012 war damit abrupt Schluss, als sie eine Buße von 667 Millionen Dollar wegen des Verstoßes gegen Iran-Sanktionen der USA zahlen musste.

Seitdem setzen der Bank auch faule Kredite in Schlüsselmärkten wie China und Indien zu. Dieses Jahr gab das Institut bereits drei Gewinnwarnungen heraus, die Aktie verlor 30 Prozent an Wert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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