Steigende Erträge
Erste Group macht wieder Gewinn

Die österreichische Erste Group hat von Juli bis September wieder mehr verdient. Auch dank steigender Handelserträge macht die Sparkasse einen Gewinn von 143,7 Millionen Euro. Die Kernkapitalquote bleibt unverändert.
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WienDie Erste Group rechnet auch in den kommenden Monaten mit einer durchwachsene Entwicklung bei einigen ihrer Osteuropatöchter ein. Während der Heimatmarkt Österreich sowie Tschechien und die Slowakei weiterhin stabile Erträge liefern, erwartet das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen in den anderen südosteuropäischen Ländern eine schrumpfende Wirtschaft.

Im laufenden Jahr werde das Betriebsergebnis daher leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,6 Milliarden Euro bleiben, bekräftigte die Bank am Dienstag. In den ersten drei Quartalen ging das Betriebsergebnis um 0,5 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro zurück.

Unter dem Strich stand ein Gewinn von 597 Millionen Euro nach einem Verlust von 973 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Damals musste die Erste unter anderem wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung in Rumänien und Ungarn hohe Rückstellungen bilden. Im laufenden Jahr profitierte die Bank davon, dass sie einen Teil dieser Vorsorgen für faule Kredite wieder auflösen konnte: In Ungarn, wo Banken hoch verschuldeten Fremdwährungskreditnehmern einen Teil ihrer Schulden erlassen mussten, sanken die Risikokosten um über eine halbe Milliarde Euro. Der Verlust der ungarischen Tochter ging daher deutlich auf 64 Millionen zurück.

In Rumänien, wo die Erste die Großbank BCR übernommen hat, gibt es noch keine Entspannung: Dort stieg die Risikovorsorge wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung um knapp 50 Prozent auf 560 Millionen Euro. Die Tochter werde aber dennoch wie geplant 2013 in die Gewinnzone zurückkehren, bekräftigte die Erste. Die Vorsorgen für faule Kredite würden im laufenden Jahr ihren Höchststand erreichen, gab sich das Institut zuversichtlich.

Die ukrainische Tochter verbuchte in den ersten neun Monaten einen Verlust von 25,4 Millionen Euro. Das Institut prüft derzeit einen Verkauf der 2006 übernommenen Tochter. Eine Entscheidung soll noch bis Jahresende fallen.

Die Erfüllung der strengeren Kapitalvorschriften bereitet der Bank kein Kopfzerbrechen mehr. "Die Erste Group wird alle regulatorischen Kapitalerfordernisse (EBA, Basel III) nachhaltig und problemlos erfüllen", teilte die Bank mit. Die harte Kernkapitalquote nach Definition der europäischen Aufseher (EBA) lag Ende September unverändert bei 9,9 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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