Steuer-Ermittlungen
UBS erneut am Pranger

Aus Justizkreisen erfahren: Richter erließen im Januar Haftbefehle gegen drei frühere UBS-Manager. Den drei Bankern wird Geldwäsche und Steuerbetrug vorgeworfen, in großem Stil.
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Paris/ ZürichDie französischen Behörden ziehen in den Steuer-Ermittlungen gegen die Schweizer Großbank UBS die Schrauben an. Im Januar hätten Untersuchungsrichter Haftbefehle gegen drei frühere Manager der UBS erlassen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Justizkreisen. Die drei würden verdächtigt, gesetzeswidrig Kunden angeworben zu haben und an Steuerbetrug und Geldwäsche beteiligt gewesen zu sein. Ob die drei Personen in Frankreich oder in einem anderen Land für UBS arbeiteten, war nicht unmittelbar klar. Die Bank selbst wollte zu der Sache nicht Stellung nehmen.

Die größte Schweizer Bank steht seit 2012 im Visier der französischen Justiz. Die Behörden werfen der UBS vor, von 2004 bis 2012 reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Im vergangenen Herbst musste das Bankhaus eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen, nachdem sie mit einem Einspruch vor Gericht gescheitert war. UBS sprach damals von einem hochpolitisierten Verfahren und will weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Für die Regelung von Rechtsfällen hat die Bank insgesamt 2,9 Milliarden Franken beiseite gelegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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