Steuerhinterziehung
Ex-Deutsche-Bank-Rechnungsprüfer kommt für drei Jahre hinter Gitter

42 Monate Haft und 100 Millionen US-Dollar Entschädigung für den Ex-Rechnungsprüfer der Deutschen Bank. Ein New Yorker Richter verurteilte David Parse für seine Rolle in einem Steuerbetrugs-Fall.
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New YorkAm Freitagabend verurteilte ein New Yorker Richter David Parse, einen ehemaligen Buch- und Rechnungsprüfer der Deutsche Bank AG, zu dreieinhalb Jahren Gefängnisstrafe und 100 Millionen US-Dollar Entschädigungszahlungen. Bereits 2011 befand ein Gericht Parse, 51, des Postbetrugs und der Behinderung der amerikanischen Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) für schuldig.

Diesmal ging es um seine Rolle im bisher größten Steuerhinterziehungs-Fall, der jemals ermittelt wurde. Parse wurde vorgeworfen, dass er gezielt betrügerische Steuersparmodelle entwickelt und vermarktet hätte. Indem er verschiedenste Kunden auf diese Steuersparmodelle aufmerksam machte und ihr Geld an den Steuerbehörden vorbei lenkte, verdiente Parse drei Millionen US-Dollar.

Zeichen von Reue zeigte Parse bis zum Schluss nicht: „Ich habe versucht mein Leben gut und richtig zu leben. Ich bereue, dass ich die Dinge nicht so gesehen habe wie sie tatsächlich waren“, sagte Parse laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters vor seiner Verurteilung.

Der New Yorker Richter William Pauley sagte in seiner Urteilsverkündung: „Leider hat Sie ihr Eigennutz hierher gebracht. Was haben Sie sich gedacht? Wahrscheinlich, dass Sie niemals erwischt werden.“

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst acht Jahre Haft gefordert. Anfang des Monats wurde Donna Guerin, eine Ex-Parterin einer Anwaltskanzlei aus Chicago, im gleichen Fall zu acht Jahren Haftstrafe wegen Steuerbetrugs verurteilt.

Parses Anwalt will jetzt gegen das Urteil Einspruch erheben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Charlotte Potts
Handelsblatt Online / Freie Journalistin

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