Steuerhinterziehung
Millionenstrafe gegen UBS in Frankreich

UBS ist wegen Beihilfe zum Steuerbetrug im Visier. Die französische Bankenaufsicht ACP hat eine Strafzahlung von zehn Millionen Euro gegen die französische Filiale der Schweizer Großbank verhängt.
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ParisDie französische Bankenaufsicht ACP hat eine Strafzahlung von zehn Millionen Euro gegen die französische Filiale der Schweizer Großbank UBS verhängt. Grund sei „Laxheit“ bei der Kontrolle von möglichem grenzüberschreitendem Steuerbetrug, teilte die ACP am Mittwoch in Paris mit. Die französische UBS reagierte umgehend und kündigte an, dass sie angesichts der „ungerechtfertigten Höhe“ der Strafe in Betracht ziehe, Beschwerde beim obersten Verwaltungsgericht Frankreichs einzulegen.

Hintergrund ist ein im April 2012 eröffnetes ACP-Verfahren gegen die UBS. Der Führung der französischen UBS wurde nun vorgeworfen, dass sie spätestens seit dem Herbst 2007 von „schwerwiegenden Risiken“ betreffend juristischer oder disziplinarrechtlicher Verfahren wegen möglicher Beihilfe zum Steuerbetrug sowie in Bezug auf „den Ruf des Finanzinstituts“ wusste.

Es habe „schwerwiegende Verdachtsmomente“ zur Beteiligung von UBS-Filialen bei der Unterstützung von Transaktionen gegeben, die als „Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerbetrug“ angesehen werden könnten. Dennoch habe die UBS-Leitung mehr als 18 Monate gewartet, bevor sie intern reagiert habe.

Gegen die Schweizer Großbank war Anfang Juni in Frankreich ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Sie wird verdächtigt, in Frankreich ein System aufgebaut zu haben, um Kunden in den Jahren ab 2000 zur Eröffnung von Konten in der Schweiz zu bewegen, die dem französischen Fiskus verschwiegen wurden. Gegen die französische Filiale der UBS war bereits einige Tage zuvor ein Ermittlungsverfahren wegen Komplizenschaft bei der „illegalen Kundenwerbung“ eröffnet worden.

Händler der UBS waren auch in die Manipulationen der Leitzinssätze wie des Libor verwickelt. So wurde Tom Hayes, ehemaliger Derivate-Händler der UBS und der Citigroup, jüngst in Großbritannien als erster Beteiligter wegen Betrugs angeklagt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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