Störung behoben
Sparkassen-Automaten werfen wieder Geld

In Deutschland sind am Freitag tausende Geldautomaten von Sparkassen in mehreren Bundesländern ausgefallen. Nun ist die Störung behoben worden. Die Maschinen spucken wieder Geld.

BerlinDie Störung an Tausenden Geldautomaten der Sparkassen in Deutschland ist behoben. Wie ein Sprecher des Automatenbetreiber Finanz Informatik in Frankfurt am Freitagnachmittag sagte, werfen die Automaten wieder Geld aus. Eine „recht flächendeckende Netzwerkstörung“ mehrere Tausend Geldautomaten im Rheinland, Bremen, Saarland, Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg lahmgelegt. Die Geräte spuckten stundenlang weder Geld noch Kontoauszüge aus, auch Überweisungen waren unmöglich.

Die Störung begann am Vormittag und hielt bis zum Nachmittag an. Einige wenige Sparkassen, bei denen auch Computer und Telefone am gleichen Netzwerk hängen, mussten ganz schließen, erklärte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Wenn die Geldhäuser vom Festnetz keinen Notruf mehr absetzen können - etwa bei medizinischen Notfällen oder Banküberfällen - müssen sie nach Sparkassen-Regularien zusperren. Andere Sparkassen waren schlicht arbeitsunfähig, weil sich die Mitarbeiter an ihren Computern nicht mehr ins System einloggen konnten.

„Sabotage oder einen Hackerangriff von außen können wir nach aktuellem Kenntnisstand ausschließen”, sagte der FI-Sprecher. Im Rechenzentrum habe eine Netzwerkkomponente nicht mehr funktioniert, die den Datenverkehr an zentraler Stelle steuere. „Das ist, als würden Sie in Frankfurt während der Messezeit alle Ampeln ausschalten - dann bricht Ihnen innerhalb von Minuten der Verkehr komplett zusammen.”

Bis die Störung behoben war, gab es Bares bei vielen Instituten der Sparkassengruppe nur am Banktresen - oder gegen Gebühr bei der Konkurrenz. Allerdings war der Ausfall selbst in den betroffenen Regionen nicht komplett, erklärte der Sprecher in einer ersten Stellungnahme: „Es gibt Sparkassen, bei denen alles funktioniert.“ Das hänge von den Netzwerkleistungen ab, die die Finanz Informatik für die einzelnen Institute erbringe. Insgesamt dürften „mehrere Tausend“ der rund 25.000 Automaten betroffen gewesen sein.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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