Strafe im Zinsskandal
RBS zahlt offenbar 500 Millionen Pfund

Händler Royal Bank of Scotland waren in die Manipulation des Leitzinses Libor verstrickt. Nun steht die Bank offenbar vor einer Einigung mit den Aufsehern. Das Institut zahlt eine Strafe in Millionenhöhe.
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LondonDie britische Bank Royal Bank of Scotland (RBS) wird wahrscheinlich schon in der kommenden Woche eine Strafe in Höhe von 500 Millionen Pfund (602 Millionen Euro) bezahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Manipulation des Referenzzinses Libor beizulegen. Das erfuhr Bloomberg News von zwei Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Darüber hinaus werden Investmentbankenchef John Hourican und Peter Nielsen, Leiter Märkte, voraussichtlich die Bank verlassen müssen. Sie hatten die Verantwortung für die Bereiche der Bank, in denen die angebliche Manipulation von statten ging, auch wenn die beiden möglicherweise keine direkte Kenntnis von den Vorgängen hatten, hieß es weiter.

Die Strafe wäre die zweithöchste, die von den Aufsichtsbehörden im Zuge ihrer Ermittlungen über Libor- Manipulationen durch Händler bei den größten Banken der Welt verhängt wird. Im Juni zahlte die britische Barclays 290 Millionen Pfund. Im Dezember leistete UBS, die größte Schweizer Bank eine Zahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar.

Weiter verlautete, RBS wolle Leistungen zurückfordern, die in früheren Jahren an Personen gezahlt wurden, die an der Libor- Manipulation beteiligt waren. Zudem wolle die Bank den Bonuspool für die Investmentbanker um zwischen 100 Millionen Pfund und 200 Millionen kürzen. Im Februar 2012 hatte die Bank mitgeteilt, sie habe den Investmentbankern für 2011 Boni in Höhe von insgesamt rund 390 Millionen Pfund gezahlt.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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