Strafen drohen: Adoboli-Skandal könnte für UBS noch teurer werden

Strafen drohen
Adoboli-Skandal könnte für UBS noch teurer werden

Der größten Schweizer Bank drohen angeblich Strafen der Regulierungsbehörden. Ein Händler, der angeblich im Alleingang über zwei Milliarden Dollar vernichtet haben soll, dürfte der Bank noch teurer zu stehen kommen.
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ZürichSchweizer und britische Behörden erwägen einem Zeitungsbericht zufolge in Zusammenhang mit einem Handelsskandal Schritte gegen die Schweizer Großbank UBS. Die Schweizer Regulierungsbehörde FINMA und ihr britisches Pendant könnten die Bank wegen mangelnder interner Kontrollen belangen.

Das hat das „Wall Street Journal“ angeblich von mit dem Vorgang vertrauten Personen erfahren. FINMA-Sprecher Tobias Lux wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein Sprecher der UBS lehnte einen Kommentar zunächst ab.

Die Untersuchungen könnten bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Bis Strafen ausgesprochen werden könnten, dürfte es allerdings noch länger dauern, schreibt das Blatt unter dem Titel „Maßnahmen gegen UBS wahrscheinlich“.

Zu den möglichen Strafen wurde nichts bekannt. Grundsätzlich können die britischen Behörden jedoch Bussen aussprechen, die FINMA kann lediglich Personaländerungen durchsetzen.

Grund der Untersuchungen ist ein Handelsskandal vom letzten Herbst: Ein Londoner UBS-Händler wird verdächtigt, im Alleingang 2,3 Milliarden Dollar verursacht zu haben. Nach dem Skandal trat der damalige Bank-Chef Oswald Grübel zurück.

Der frühere UBS-Händler Kweku Adoboli, auf dessen Transaktionen die Verluste nach Angaben der UBS zurückgehen, sitzt wegen Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung in Untersuchungshaft. Er äußerte sich bisher bei mehreren Gerichtstermine nicht konkret zu den Vorwürfen.

Eine UBS-interne Untersuchung wurde bereits abgeschlossen. Zu den Ergebnissen hat sich die Bank bisher nur zurückhaltend geäußert. Allerdings gab die Bank bekannt, dass Lücken im Riskikomanagement entdeckt wurden, und dass entsprechende Maßnahmen getroffen worden seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

Kommentare zu " Strafen drohen: Adoboli-Skandal könnte für UBS noch teurer werden"

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  • "Ein Londoner UBS-Händler wird verdächtigt, im Alleingang 2,3 Milliarden Dollar verursacht zu haben."

    Liest hier keiner die Texte auch nur einmal Korrektur? Worte wie "Schaden" etc. könnten evtl.Sinn machen ...

  • und was soll dieser Satz bedeuten:

    "Ein Londoner UBS-Händler wird verdächtigt, im Alleingang 2,3 Milliarden Dollar verursacht zu haben."

    ?????

  • und was soll dieser Satz bedeuten:

    "Ein Londoner UBS-Händler wird verdächtigt, im Alleingang 2,3 Milliarden Dollar verursacht zu haben."

    ?????

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